Pvrrol.
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genehmen Geruch. Dieselbe wird gegenwärtig als Oleum animalefoelidum noch sehr beschränkt in der Veterinärpraxis verwendet.
Das durch trockene Destillation des in den Knochen enthaltenenKnorpels, Leims und Fettes gewonnene Tieröl enthält ausser Ammo-niumsalzen, Aminbasen (Methylamin, Aethylamin,Propylamin, Butylamin,Aniylamin usw.), Harzen, die Nitrile der Propionsäure, der Butter-säure, der Valeriansäure, der Caprinsäure, der Capronsäure, derlsoca-Pronsäure, der Palmitinsäure, der Stearinsäure, ausserdem: Pyrrol,C 4 H 4 .NH, Methylpyrrol, C 4 H 3 (CH 3 ).NH, Dimethylpyrrol, C 4 H 2 (CH 3 ) 2 .NH:Kohlenwasserstoffe von der Zusammensetzung: C 9 H 14 , C 10 H 16 , CnH 1K ;Pyridin, C 5 H 8 N, Picolin, C (; H 7 N, Lutidin, C 7 H 9 N, und andere Pyridin-b»8en; Chinolin, C 9 H 7 N, und andere Chinolinbasen; Phenol, Toluol,Aethylbenzol, Naphthalin und andere Kohlenwasserstoffe.
Aus dem rohen Tieröl erhält man durch weitere Reinigung eindünnflüssiges farbloses Oel von unangenehmen Geruch und von brennen-dem Geschmack, das ätherische Tieröl, Oleum animale aethereum,Welches die vorstehend genannten Verbindungen im wesentlichen ent-hält und früher als Oleum animale Dipelii arzneilich verwendetwurde.
Pyrrol, C 4 H 4 .NH oderHC-CH
HC CH
NX
NH
Das Pyrrol kommt gemeinsam mit seinen Homologen imTieröl, im Steinkohlenteer, im Tabak rauch, in den Eöstproduktende s Kaffees usw. vor. Künstlich erhält man es u. a. durchtrockene Destillation der Ammoniumsalze der Zuckersäure, derSc hleimsäure usw. Dargestellt wird es aus den zwischen 115Un d 130° siedenden Anteilen des ätherischen Tieröls, nachdemdasselbe durch Schütteln mit verd. Säuren von PyridinbasenUnd durch Kochen mit Kalilauge von Nitrilen befreit ist. Das^rol ist eine (arblose Flüssigkeit mit chloroformartigem Ge-ruch, welche sich beim Aufbewahren an der Luft rasch bräunt.b P e z. Gew. 0,9752 bei 12,5°, Siedep. 131°. In Wasser fastJ^öslich, leicht in Alkohol und Aether löslich. Verdünnte Säurenl0Se n das Pyrrol nur sehr langsam, ohne jedoch Salze damit* u bilden. Beim Erwärmen mit Säuren geht es in ein rotesf ulv er, das Pyrrolrot, C 12 H 14 N 2 0, über. Ein mit Salzsäure be-achteter Fichtenspan wird durch den Dampf des Pyrrols undseiner Derivate schön rot gefärbt.
Pyrrolln, C 4 H C .NH, erhält man durch Erwärmen mit Zink-Btaub und Essigsäure aus dem Pyrrol als eine bei 91 ° siedende,