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Lutidine.
CH
CH S X NH
CH 2 CH2Methylpiperidii
Siedet bei 143°, spez. Gew. 0,961. Bei der Oxydation liefert esNicotinsäure. y-Picolin, C 5 H 4 (CH 3 )N, kommt im Pferdeharn undSteinkohlenteer vor. Siedep. 143°, spez. Gew. 0,957. Bei derOxydation liefert es Isonikotinsäure.
Lutidine, Dimethylpyridine, C 5 H 3 (CH 3 ) 2 N, sind sechs Isomerebekannt, von denen einige in den zwischen 140 und 160° sie-denden Teilen der aus dem Tieröl, dem schottischen Schieferölund dem Steinkohlenteer abgeschiedenen Basen vorkommen.
Collidine, IHmethylpyridine, C 5 lI g (CH 3 ) 3 N, kommen im Stein-kohlenteer und im schottischen Schieferöl vor.
Hydropyridine oder Piperidinbasen. Bei der Reduktion vonPyridin und seinen Homologen mit Zink und Salzsäure odermit Natrium in siedend alkoholischer Lösung werden sechs AtomeWasserstoff aufgenommen und es entstehen die Pip&ridinbasen ■'
CH=CH^ CH 2 ~CH 2 ^ CH=C.CH 3 CH 2 -CH.CH 3
N N CH 2 ^NH; OH ^N
^CH-CH^ X)H 2 -CH/ ^CH-CH
Pyridin Piperidin Methylpyridin
Piperidin, Hexahydropyridin, C 5 H 10 NH, ist neben Pyrrolidindie Stammsubstanz der Koka- und Solanumalkaloide (s. dort).Es entsteht, wie erwähnt, bei der Reduktion von Pyridin. Einefarblose, nach Ammoniak und Pfeffer riechende, stark alkalischeFlüssigkeit. Spez. Gew. 0,8664; Siedep. 106°.
Propylpipcridin, C 5 H 9 (C 3 H 7 )NH, entsteht aus Allylpyridin durchnaszierenden Wasserstoff, ist inaktiv, lässt sich jedoch in eine links-und eine rechtsdrehende Modifikation spalten. Letztere ist das Alk*"loid Coniin (s. S. 591).
Kucain B, Trimethylbenzoxi/pipvridinum hydrochlorium, " aHydrochlorid des Benzoyltrimethyloxypiperidins,
C s H 6 (CH„) 8 (-0-OC-C 9 H 8 )NH. HCl,dient als lokales Anästheticum; ein weisses, kristallinisches, schwft cbitter schmeckendes Pulver, in 30 T. Wasser mit neutraler Keaktio'löslich. Leicht löslich in Weingeist und Chloroform, unlöslich in Aetber.
Euphtalmin, das Hydrochlorid des Phenylglykolyl-n-methjtrimethyloxypiperidins, ('.,lf (; (CH 3 ) 3 (-OOC -CH.OH- c| ; H fl )N(CH r ,).HCl,wirkt pupillenerweiternd und wird medizinisch angewendet.
Tieröl, Oleum animale, animalischer Teer. Bei der trocken«Destillation stickstoffhaltiger organischer Stoffe, z. B. Haare. Lede >Wolle, Knorpel usw., erhält man neben Ammoniak und Amnion!carbonat eine braunschwarze, dickflüssige, teerartige Masse von
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