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Jodol.
in Wasser leicht lösliche, alkalisch reagierende Flüssigkeit vonammoniakalischem Geruch.
NMethylpyrrolin, C 4 H 6 .NCH 3 , kommt in geringer Mengeim Tabak vor, Siedep. 81—83°. Ein hiermit isomeres Methyl-Pyrrolin findet sich im Pfeffer. Erhitzt man Pyrrolin mit Jod-wasserstoff und Phosphor, so geht es über in: Pyrrolidin (Tetra-methylenimid), C 4 H 8 .NH, eine bei 83° siedende alkalische, pipe-ridinartig riechende Flüssigkeit, welche in kleiner Menge imTabak, in den Mohrrübenblättern und vielleicht noch in anderenPflanzen vorkommt. Sie entsteht auch durch Einwirkung vonNatrium auf alkoholische Succinimidlösung oder durch Destil-lation von salzsaurem Tetramethylendiamin, (J 4 H 8 (NH 2 ) 2 .HC1.
/Qg _CO\
Das Succinimid, ( r „ 2 _ „_ >NH, geht durch elektroly-tische Reduktion in a-Pyrrolidon, C 4 H 7 ON, über, eine faserige,neutral reagierende Kristallmasse vom Schmelzp. 82°.
Die Konstitution dieser Verbindungen zeigen die nach-stehenden Formeln:
HC CHHC CH
HC
HC 1
CH 2CH 2
H,C
H 2 C
CH 2CH 2
tu:
CH 2CO
NHPyrrol
NH
Pyrrolidin
NHa-Pyrrolidon
H 2 C-CH 2 -CH 2
IB-C CH*
NHPiperidin.
NHPyrrolin
Jodol, Tetrajodpyrrol, C 4 J 4 NH, dient als Antisepticum, und zwarals Ersatz für Jodoform, wird erhalten durch Einwirkung von J°"auf Pyrrol:
C 4 H 4 . NH + 8 J = 4 H J + C4J4NH.
Ist gewöhnlich ein lockeres, hellgelbes, kristallinisches Pulver. AusAlkohol kristallisiert, stellt es glänzende, gelbbraune Prismen oder Tale' 11dar; geruch- und geschmacklos. In Wasser fast unlöslich. Beim Ei"hitzen auf 140 bis 150° entwickelt es, ohne zu schmelzen, Joddämpf e -
Von dem Pyrrolidin leiten sich u. a. ab die a-Pyrrolidin'airbonsüure, die Hygrinsäure und das Stachydrin:
CH 2
H 2 C
CH S
H 2 C CH,
NHPyrrolidin
H 2 CH,C
CH 2CH-COOH
H 2 CIH.C
CH SCH-COOH
NH
u-Pyrrolidinearbon-säure
H 2 C
H 2 C CH CO
V °
CH3
N.CH3
Hygrinsäure ,
CH 8
Stachydrin.
a-Pyrroliäincarbonsäwe, a-Prolin, C 4 H 7 N-COOH, tritt aufbei der hydrolytischen Spaltung des Casei'ns, des Albumins.