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Gerbsäuren.
Filixgerbsiiure kommt in der Farrenkrautwurzel (von Aspidium Filixtuas) vor. Eisenchlorid färbt ihre Lösung olivengrün, durch ver-dünnte Säuren wird sie in Traubenzucker und Filixrot, C 2(1 H 18 0 12(nach Malin) zerlegt. Nach II, Reich hat die Filixgerbsäure dieFormel: C 32 H 72 N 2 0 36 +2H 2 0, das durch Kochen mit alkoholischer Salz-säure erhaltene Filixrot die Formel: C^H^N-jO^ Nach W. Wollen weberhat die FilixgerbsSure die Zusammensetzung: C 11 H 44 N0 22 +2H 2 0.
(iranatgerbsäure, C 20 H 16 O I3 , kommt neben Gallussäure in der Wurzcl-rinde von l'unica Granatum vor, eine bräunlichgelbe, adstringierendschmeckende, in Wasser lösliche Masse, welche mit Eisenchlorid-lösung tiefschwarz gefällt wird. Beim Kochen mit verdünnterSchwefelsäure wird sie in Traubenzucker und Ellagsäure (s. S. 502)gespalten.
Jiatanhiagerhsäure ist die Gerbsäure der Ratanhiawurzel (von Krameriatriandra), eine rötliche amorphe Masse, welche durch Kochen mitverdünnten Säuren in Traubenzucker und Itatanihiarot, C i6 il^O u ,oder C 20 H 20 O,,, zerfällt, ihre Lösung färbt sich durch Eisenchlorid-lösung dunkelgrün.
Teegerbsäure, welche in dem chinesischen Tee neben Quercethi, C 15 H 10 O 7 ,und Gallussäure vorkommt, soll mit der Gallussäure identisch sein.
Fraxinusgerbsäure, C 2e H 32 0 14 , in den Blättern von Fraxinus excelsior,ist eine gelbbraune, hygroskopische, in Wasser und Alkohol leichtlösliche Masse. Die dunkelgrüne Färbung mit Eisenchlorid wirdauf Zusatz von Soda rot.
Kastaniengerbsäure, CmH^O« (?), kommt in der Einde der Wurzel, desStammes, der Aeste, der P'ruchtschalen, sowie in den Deckblätternder Blatt- und Blütenknospen von Aesculus hippocastanum vor;ein fast farbloses, adstringierend schmeckendes, in Wasser, Alkoholund Aether lösliches Pulver, dessen Lösung durch Eisenchlorid
mit Salzsäure Kastanienrot, C 26 H 22 O u (?).
Qnebrachogerbsäure, C a; H 28 Oi 0 (nach Arata), C 43 Hr )0 O 20 (nach Strauss),Cj9H 1(i Ü 7 (nach Franke), kommt im Holz von Quebracho coloradovor, wird in der Gerberei vielfach benutzt.
Moringerbsäure, Maclurin, C, 2 H ]0 O (! -fH 2 O, kommt zusammen mit Morin(s. dort) im Gelbholz, dem Stammholz der in Westindien heimischenMorus tinctoria, vor, ist in reinem Zustande ein hellgelbes, krystal-linischcs, wasserfrei bei 200° schmelzendes Pulver, schmeckt süss-lich, adstringierend und ist in heissem Wasser löslich, sowie i nAlkohol und Aether. Ihre wässrige Lösung fällt Eisenoxydsalzeschwarzgrün.