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a-Naphtol.
gehen sie leicht in Naphtylamine über, ebenso lassen siesich leichter als die Phenole in Aether und in Ester über-führen.
«-Xaphtol, C 10 H 7 .OH, kommt in kleiner Menge im Steinkohlenteervor. Bildet farblose, seidenglänzende, phenolartig riechendeNadeln vom Schmelzpunkt 95°. Es sublimiert schon beigelindem Erwärmen, ist mit Wasserdämpfen flüchtig undsiedet gegen 280°. In Wasser löst es sich wenig, leichtdagegen in Alkohol und Aether.
«-JJaphtolmethyläther, C I0 H 7 .OCH 3 , ist eine bei 258° siedende Flüssigkeit.
a-IVaphtoläthyläther, C 10 H 7 .OC 2 H 5 , „ „ „ 272»
Nitro-a-Naphtol, Ci 0 H (! (NO 2 ).OH, darstellbar durch Kochen von Nitro-naphtylamin mit alkoholischer Kalilauge, stellt gelbe, bei 164°schmelzende Nadeln dar. Sein Natriumsalz wurde unter demNamen „Campobellogelb^ zeitweilig als gelber Farbstoff verwendet.
Dinitro-a-NaphtoI, C ]0 H 5 (NO 2 ) 2 OH, krystallisiert in gelben, bei 138°schmelzenden Nadeln. Sein Natriumsalz wird als gelber Farbstoff(Martiusgelb) benutzt.
Das Kaliumsalz der Dinitro-a-Naphtolsulfosäure,Ci 0 H 4 (NO 2 ) 2 OH.SO,,K,findet als Naphtolgelb Verwendung in der Färberei.
ß-Xaphtol, Naphtolum, Isonaphtol, C 10 H 7 .OH, kommt wie a-Naphtolgleichfalls in kleiner Menge im Steinkohlenteer vor undbildet kleine weisse, glänzende, fast geruchlose rhombischeBlättchen vom Schmelzpunkt 123°, sublimiert leicht undsiedet gegen 290°. Es löst sich in etwa 1U0 T. kalten und in75 T. heissen Wassers, in Alkohol und Aether ist es leicht lös-lich. Die wässrige ß-Naphtollösung wird durch Chlorkalklösungnicht gefärbt, im Gegensatz zur wässrigen a-Naphtollösung,welche sich damit violett färbt. Eisenchloridlösung erzeugtin wässriger /?-Naphtollösung zunächst eine grünliche Fär-bung, später scheiden sich weisse Flocken von ß-Dinaphtol,C 20 H 12 (OH) 2 , Schmelzpunkt 218°, aus. Beim a-Naphtol bildetsich unter den gleichen Bedingungen ein weisser^bald violettwerdender Niederschlag von a-Dinaplitol, C 20 H 12 (OH) 2 , Schmelz-punkt 3UU°.
Die Naphtole, besonders das /?-Napbtol, werden ihrer phenol-artigen Eigenschaften wegen arzneilich nur in beschränktemMaße angewendet, sie dienen vielmehr in ausgedehntemMaße zur Herstellung von Farbstoffen.
/?-Naphtolnatrinm, Mikrocidin, C lö H 7 ONa, ein weisses, leicht veränder-liches, in 3 T. Wasser lösliches Pulver, dient als Antisepticum.