Kartoffelstärke, Dextrin.
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Amyliim Solani, Kartoffelstärke, ist ein glänzend weisses, beimReiben zwischen den Fingern fühlbares, geruch- und geschmacklosesPulver, welches beim Druck knirscht und mit 100 T. kochendem Wassereinen etwas trüben Schleim liefert, der durch Jodlösung violettblaugefärbt wird. Mit der zehnfachen Menge einer Mischung aus 2 T. Salz-säure und 1 T. Wasser zehn Minuten geschüttelt, bildet Kartoffelstärkeeine dicke Gallerte, welche wie frische unreife Bohnen riecht.
Die Körner der Kartoffelstärke sind verschieden gross, ei- oderinuschelförmig, mit einem gegen das spitze Ende zu gelegenen Kerneund deutlicher, exzentrischer Schichtung.
Kartoffelstärke darf beim Verbrennen nicht mehr als 1% Aschehinterlassen.
Fariua Tritici, Weizenmehl, ein feines, weisses, trockenes Pulvervon angenehmem Gerüche und mildem Geschmack, das unter demMikroskop die dem Weizenkorn eigentümliche Stärke und Gewebs-elemente erkennen lässt. darf beim Verbrennen höchstens l,5°/ 0 Aschehinterlassen.
Farina Hordei praeparata, präpariertes Gerstenniehl. Gersten-mehl wird in ein hohes, walzenförmiges Zinngefäss fest eingedrückt,bls dieses zu zwei Dritteln gefüllt ist: dann wird dasselbe verschlossenu nd 30 Stunden lang der Hitze des vollen Dampfbades ausgesetzt.Nach dem Erkalten wird die oberste mehlartige Schicht entfernt, dieübrige rötlich-gelbe Masse zu Pulver zerrieben und trocken auf-bewahrt.
Dextrin.
Dextrine sind amorphe, in Wasser leicht, in Alkohol nichtlösliche, rechtsdrehende Stoffe, welche als Zwischenprodukt beider Umwandlung der Stärke in Traubenzucker oder Malzzuckerentstehen. Das käufliche Dextrin wird durch Rösten von Stärke,durch Behandeln derselben mit verdünnten Säuren oder mitDiastase hergestellt. Rein erhält man es durch Ausziehen mitAlkohol, Lösen des Rückstandes in Wasser und Fällen mitAlkohol.
Dextrinum, Dextrin, ist eine gelbliche, geruchlose, dem arabischenP'Ummi ähnliche Masse oder ein meist gelbliches, an der Luft nichtfeucht werdendes Pulver. Dextrin löst sich im gleichen GewichtWasser zu einer schleimigen, Lakmuspapier nicht verändernden Flüssig-keit, welche auf Zusatz der doppelten Menge Weingeist einen reich-lichen Niederschlag gibt. An kochenden Alkohol soll Dextrin nichtmehr als 5°/ 0 abgeben, beim Trocknen soll es höchstens 10°/ 0 ver-'''len und beim Verbrennen soll es nicht mehr als 0,5°/ 0 Asche hinter-'assen.
"artheil, Organische Chemie.