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Marantastärke, Reisstärke.
liehen, selten etwas eckigen oder spindelförmigen, einen Durchmesservon 0,002 — 0,008 mm besitzenden Körnchen. Viel seltener sind Körnchenzu beobachten, welche nach Form und Grösse Uebergänge zwischenbeiden Arten bilden. 1 T. Weizenstärke soll, mit 50 T. Wasser gekocht,nach dem Erkalten einen dünnflüssigen, trüben Schleim geben, welcherLakmuspapier nicht verändert. Beim Verbrennen soll sie nicht mehrals 1% Rückstand hinterlassen.
Stärkelösung, Solutio Amjii, ist bei Bedarf durch Schütteln einesStückes weisser Oblate mit heissem Wasser und Filtrieren zu bereiten.
Jodzinkstärkelösnng, Liquor Amyli cum Zinco jodato, eine farb-lose, nur wenig opalisierende Flüssigkeit, erhält man, wenn man 4 T.Weizenstärke mit 20 T. Chlorzink und 100 T. Wasser unter Ersatz desverdampfenden Wassers kocht, bis die Stärke fast vollständig g'elöstist. Dann wird der erkalteten Lösung die farblose, filtrierte Jodzink-lösung aus 1 T. Zinkfeile, 2 T. Jod und 10 T. Wasser zugefügt, dasGanze auf 1000 T. verdünnt und filtriert.
Amylum Marantae, Marantastärke, das aus den Wurzelstöckenvon Maranta arundinacca und Maranta indica gewonnene Stärke-mehl, ist ein sehr weisses und feines, glanzloses, zwischen den Fingernknirschendes Pulver, ohne Geruch und Geschmack. Mit 100 T. kochen-dem Wasser gibt es einen durchsichtigen, geruch- und geschmacklosenSchleim, der durch Jodlösung violettblau gefärbt, wird. Die Körnerder Marantastärke sind in der Grösse wenig verschieden, läng'lich rund,gegen das breitere Ende zu mit einer rundlichen Kernhöhle und einereinfachen, zuweilen mehrstrahligen Querspalte versehen und deutlichexzentrisch geschichtet. Beim Verbrennen darf sie nicht mehr als 1 /oAsche liefern. Wird Marantastärke mit der zehnfachen Menge einerMischung aus 2T. Salzsäure und 1 T. Wasser 10 Minuten lang geschüttelt,so rnuss sie sich grösstenteils unverändert wieder abscheiden, ohneeine Gallerte zu bilden und ohne einen krautartigen, an frische, unreifeBohnen erinnernden Geruch zu entwickeln.
Amylum Oryzae, Reisstärke, bildet sehr weisse, unregelmässig
kantige, stenglige Stücke, oder ein sehr weisses und feines, glanzlosesPulver, welches geruch- und geschmacklos ist und mit 100 T. kochendemWasser einen etwas trüben Schleim liefert, der durch Jodlösungviolettblau gefärbt wird.
Reisstärke bildet kleine, fast regelmässig vieleckige Körner, dieungefähr gleichgross und häufig mit einer Kernhöhle versehen sind.Daneben finden sich grössere, länglich runde, zusammengesetzte Körner,die in Bruchkörner von der Grösse und Gestalt der kleineren zerfallen.
Reisstärke darf beim Verbrennen nicht mehr als 1 °/o Aschehinterlassen.