Weizenstärke.
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Jod führt die Stärke in blaue Jodstärke über; durch Er-wärmen wird Jodstärke entfärbt. Brom färbt trockene Stärkegelb. Durch die Einwirkung von verdünnter Schwefelsäure.inder Kälte wird die Stärke in Amylodextrin, 6C 6 H 10 O 6 -f-2H 2 O,verwandelt, dessen wässrige Lösung von Jod nur rotviolett ge-färbt wird. Diastase führt die Stärke über die ZwischenprodukteErythrodextrin und Achroodextrin in Maltose (und etwas Isomal-tose) über. Verdünnte Säuren hydrolysieren beim Kochen dieStärke zu Dextrin und Traubenzucker. Ptyalin und Trypsinführen die Stärke ebenfalls in lösliche Kohlehydrate über. Durchtrockenes Erhitzen auf 160—200° wird die Stärke dextriniert.
Behufs Darstellung der Kartoffelstärke werden die ge-waschenen Kartoffeln auf Reibmaschinen in Brei verwandeltund dieser auf Siebapparaten mit Wasser geschlämmt. Auf denSieben bleibt die Pulpe zurück, die als Viehfutter dient; diehindurchgegangene Stärkemilch, welche die Bestandteile desFruchtwassers gelöst und Stärke und Faserteilchen suspendiertenthält, lässt man absetzen. Die abgetrennte Flüssigkeit dientzur Wiesenberieselung, die Stärke wird nochmals mit Wasseraufgerührt, absetzen gelassen, centrifugiert und bei 25° getrocknet.Die lufttrockene Kartoffelstärke enthält 16—18 °/ 0 Feuchtigkeit.
Die Gewinnung der Weizenstärke wird dadurch erschwert,dass ein Teil der Eiweisstoffe des Weizenkorns, der Kleber,in Wasser unlöslich ist. Früher beseitigte man den Kleber durcheinen Gährungsprozess, worauf die Stärke ähnlich der Kartoffel-stärke gewonnen wurde. Jetzt wird das Weizenmehl in Cen-trifug-en mit Wasser gewaschen, welches die Stärke, wenn auchnicht quantitativ, herausspült. Der zurückbleibende Kleber wirddann entweder enthülst und zu Nudeln verarbeitet, oder erwird gewalzt und unter dem Namen Lucin als Ersatz für AlbuminJ n der Zeugdruckerei verwendet.
Zur Fabrikation der Reisstärke, die im Reiskorn ebenfallsdurch Eiweissstoffe stark verkittet ist, werden die enthülstenReiskörner mit >/ s *>> s V»°/ote er Natronlauge eingequellt. Der inLösung gehende Kleber wird aus der abflltrierten Lösung mitSäuren wieder ausgefällt und als Futtermittel oder zu Appretur-zwecken verwendet. Die gequellten Reiskörner werden mitverdünnter Natroniauge vermählen und wie bei der Kartoöel-ßtärkegewinnung weiter verarbeitet.
Amylum Tritici, Weizenstärke, ist ein sehr feines, weisses geruch-loses und geschmackloses Pulver. Es besteht der Hauptsache nachaus undeutlich konzentrisch geschichteten, 0,015-0,045 mm breiten,unregelmässig linsenförmigen Körnern und aus kleineren, meist rund-