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Erythrose.
Monosaccharide entstehen durch Hydrolyse von Di- oderPolyosen:
Ci2H220 n -f H 2 0 = C (! H 12 0 (i + C c H 12 O n
Milchzucker Traubenzucker Galaktose.
Man erhält sie ferner durch geeignete Oxydation der zu-gehörigen Alkohole. So liefert der Mannit bei gemässigterOxydation mit Platinmohr oder Salpetersäure neben d-Fruktosed-Mannose:
CH 2 OH(CHOH) 4 CH 2 OH + 0 = H 2 0 + CH 2 OH(CHOH) 4 CHOMannit Mannose.
Durch Kondensation von Formaldehyd oder Glycerinaldehydsind synthetisch Hexosen dargestellt worden, die optisch inaktivsind:
6HCOH = C (! H 12 0 (; ; 2C g H 6 0 3 = C 6 Hi 2 0 6
Formaldehyd a-Akrose Glycerinaldehyd a-Akrose.
Die Enstehung von reduzierendem Zucker aus Glycerin lässt sich auffolgendem Wege nachweisen: Mischt man 10 gr Glycerin mit einer Lösungvon 35 gr krystallisierter Soda in 60 gr Wasser und tragt bei Zimmertemperatur15 gr Brom ein, so entsteht Glykose, Dioxyaceton CH 2 OH ,CO.CH 2 OH. Wirdeine Probe nach zwei Minuten mit schwefliger Säure entfärbt, mit Kalilaugealkalisch gemacht und mit FehlingBGher Lösung erwärmt, so tritt Reduktion ein.
Als einfachste Monose, Aldodiose, kann man den S. 118besprochenen Glykolaldehyd betrachten. Eine Aldotriose ist derS. 119 abgehandelte Glycerinaldehyd, während die aus Glycerindurch Oxydation mit Salpetersäure oder mit Natriumcarbonat undBrom erhältliche Glycerose oder IMoxyacetoii, CH 2 OH.(JO.CH 2 OH,eine Ketotriose ist. Sie liefert ein in gelben Blättchen krystalli-sierendes und bei 131 ° schmelzendes Osazon und liefert mittels
/OHder Cyanhydrinreaktion Trioxvisobuttersäure, C(C1I 2 0II) 2 .
ICOOH
Erythrose, Tetrose, C 4 H g 0 4 , wahrscheinlich ein Gemisch ausAldo- und Ketotetrose, ist durch Oxydation von Erythrit unddurch Polymerisation von Glykolaldehyd erhalten. Linksdrehended-Erythrose und rechtsdrehende 1- Erythrose, CH 2 OH(CI10H) 2 CHO,sind durch Oxydation von d- und 1-Arabonsäure mit Wasserstoff-superoxyd bezw. durch Abbau von 1-Arabinoseoxim, analog derBildung von d-Arabinose aus d-Glukosoxim (vgl. S. 339) erhalten.Analog ist aus 1-Xylose die l-Threose, C 4 H g 0 4 , und aus Rhaninon-säure die Methyltetrose, C r ,H 10 O 4 , gewonnen.
Digitoxose, CH 3 .CH(OH).CH(OH).CH(OH).CH 2 .CHO, dasSpaltungsprodukt des Digitoxins, liefert bei der Oxydation mitSalpetersäure «-/?-Dioxyglutarsäure.