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Harnstoff.
etwas Wasser und einige Tropfen Natronlauge, dann einen TropfenKupfersulfatlösung hinzu, so tritt eine rote bis violette Färbung' ein(Biuretreaktion). Harnstoff schmilzt bei 132,5° und ist bei weiteremErhitzen völlig flüchtig. Dabei entstehen Ammoniak, Ammelid,C 3 N 3 (NH 2 )(OH) 2 , Biuret, NH 2 .CO.NH.CONH 2 + H 2 0, und Cyanuraäure(8. 315).
Beim Faulen des Harns, beim Erhitzen von Harnstoff mitWasser über 100° und beim Kochen desselben mit Basen undSäuren zerfällt der Harnstoff in Kohlensäure und Ammoniak:
CO(NH 2 ) 2 + H 2 0 = C0 2 + 2NH 3 .
Durch salpetrige Säure und durch Natriumhypobromit wirdaller Stickstoff als solcher abgespalten:
CO(NH 2 ) 2 + N 2 0 3 = C0 2 + 4N + 2H 2 0
CO(NH 2 ) 2 + 3BrONa = C0 2 + 2N + 2H 2 0 + 3NaBr.
Diese Reaktionen wurden früher zur Bestimmung des Harn-stoffs viel benutzt, um dadurch ein Mass für den Stickstoff-umsatz zu erhalten, jetzt bestimmt man meist den Gesamt-stickstoff des Harnes nach Kjeldahl.
Der Harnstoff vermag mit Säuren, Basen (HgO, Ag 2 0), undSalzen (NaCl, N0 3 Ag) krystallinische Verbindungen einzugehen.Bei der Salzbildung vermag er nur ein Aequivalent einer ein-basischen Säure zu binden, obwohl er zwei Amidogruppen besitzt,für die Oxalsäure trifft dies nicht zu.
Hanistoffnitrat, CO(NH 2 ) 2 N0 3 H, bildet in Salpetersäureschwer lösliche, blättrige Krystalle.
Harnstoffoxalat, CO(NH 2 ) 2 (COOH) 2 + 2H 2 0, fällt aus nichtzu verdünnter Harnstofflösung mit Oxalsäurelösung in dünnen,in kaltem Wasser schwer löslichen Blättchen.
Urisolvin ist ein Gemenge von Barnstoff und saurein Lithiumeitrat.
Ersetzt man im Harnstoff Wasserstoff durch Alkoholradikale,so entstehen alkylierte Harnstoffe) führt man Säureradikalc ein,so entstehen ümäuren oder Uru'ide. Zu den Ureiden einbasischerSäuren gehört die Allophansäure, CO(NH 2 ).NH.COOH, die nurin Gestalt ihrer Ester und ihres Amids, des Biurets, bekannt
/NIL,ist, sowie die Hydantoftnsüure, Glycolursüvre, CO >
-NH.CH 2 .COOH
/NH.COund das Hydanto'in, Glycolylharmtoff', CO
^-NH.CHs,