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Chlorcyan.
Hg(CN) 2 + 4J = HgJ, + 2CNJQuecksilbercyanid Jod Quecksilberjodid Jodcyan.
Die wässrige, neutrale Lösung (1 = 20) soll beim Versetzen miteinigen Tropfen Silbernitratlösung einen Niederschlag nicht geben(Halogenquecksilber). Beim vorsichtigen Erhitzen im Probierrohr sollQuecksilbercyanid sich vollständig verflüchtigen. Von Ammoniak wirdes nicht gefällt.
Quecksilberoxycyanid, Hg(CN) 2 -f HgO, erhält man, wenn man dasaus 100 T. Quecksilberchlorid hergestellte gelbe Quecksilberoxyd nochfeucht in eine erwärmte Lösung von 92 T. Quecksilbercyanid einträgtund die erzielte Lösung bei massiger Wärme verdunstet. Quecksilber-oxycyanid ist ein gelblich weisses krystallinisehes Pulver, welches in17 T. Wasser mit alkalischer Reaktion löslich ist. Die Lösung erleidetdurch Ammoniak eine Fällung.
Cyausilber, AgCN, ein weisser, käsiger, lichtbeständiger Niederschlag,entstellt durch Fällung von Silberlösung mit Blausäure oder einem Cyanid.In Wasser und verdünnten Säuren ist es unlöslich, in Ammoniak und Cyan-kaliumlösung ist es leicht löslich, ebenso geht es beim Kochen mit 50 0 / () igerSchwefelsäure in Lösung.
Kaltumsllbercyanid, Ag(CN) 2 K, krystallisiert aus der Lösung desCyansilbers in Cyankaliumlösung in farblosen, sechsseitigen Tafeln.
Baryuniplatiiicyaniir, Ba(CN) 2 + Pt(CN) 2 + 4 H 2 0, entsteht, wennman die Lösung von 2 T. Platinchlorwasserstoff in 10 T. Wasser mit 3 X-Baryumcarbonat bis nahe zum Sieden erhitzt, sodann Cyanwasserstoff einleitet,bis die Flüssigkeit hellgelb geworden ist, und sie dann filtriert:
[PtCl 6 H 2 + 6H 2 0] -f 4C0 3 Ba + 4HCN = 3BaCl 2 + 4C0 2 + 6 ILOPlatinchlorwasserstoff
+ [Ba(CN) 2 + Pt(CN) 2 + 4H 2 0]Baryumplatincyanür.
Baryumplatincyanür bildet citronengelbe, monokline Prismen. Es löstsich in 33 T. Wasser und dient zur Herstellung der Fluorescenzschirme fürRöntgen und Kadiumstrahlen.
Halogenverbindimgen des Cyans.
Chlorcyan, NCC1, ein farbloses, in Wasser etwas lösliches Gas toufurchtbar stechendem Geruch, das zu einer bei 15,5° siedenden und bei —«erstarrenden Flüssigkeit kondensiert werden kann, entsteht durch Einwirkungvon Chlor auf Cyanmetalle oder verdünnte Blausäure:
HCN + Cl 2 = HCl + CNC1.
Chlorcyan ist das Chlorid der Cyansäure, deren Kaliumsalz es mit Kali-lauge bildet:
NCC1 + 2KOH = KCl + H 2 0 + NCOK
Chlorcyan Kalium cyanat.
Beim Aufbewahren polymerisiert es zu Trieyanchlorid, Cyanurclilorid,(NC) 3 C1 3 .