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Diovan.
Dabei bleibt ein schwarzer Körper, Paracyan, (C 2 N 2 ) n ,zurück, der sich bei Glühhitze in Dicyan umwandelt. Leichtererfolgt die Bildung des Dicyans, wenn man ein Gemisch ausQuecksilbercyanid und Quecksilberchlorid anwendet:
Hg(CN)., + HgCl 2
Hg s CI, + C 2 N 2 .
Zur Darstellung des Dicyans erhitzt man eine Lösung von20 gr Kupfersulf'at in 40 gr Wasser auf dem Wasserbade undlässt allmählich eine konzentrierte Lösung von 10 gr Cyankaliumeintropfen.
2S0 4 Cu + 4KCN = 2S0 4 K 2 -f Cu g (CN) 8 + C 2 N 2
Dabei fällt zunächst Cupricyanid, das aber sogleich inCuprocyanid und Dicyan zerfällt.
Dicyan ist ein farbloses, eigentümlich riechendes, giftigesGas, das angezündet mit pfirsichblutroter Flamme verbrennt.Durch Druck oder starke Abkühlung lässt es sich zu einerFlüssigkeit verdichten, die bei—34° krystallinisch erstarrt undbei —21° siedet. Wasser löst 4 Volumina, Alkohol 23 Vol. desGases.
Lösungen des Dicyans setzen bei der Aufbewahrung einenbraunen Stoff, Azulmsäure, ab und bilden neben anderen StoffenAmmoniumoxalat:
r 2 N„
Dicyan
+ 4H 2 0
(COONH 4 ) 2Ammoniumoxalat.
Da andererseits aus Ammoniumoxalat durch Einwirkungwasserentziehender Agentien Dicyan entsteht, kann man dasselbeals das Nitril der Oxalsäure ansprechen:
COONH 4
I
COONH 4
= 4H 2 0 +
CN
I .CN
Mit Schwefelwasserstoff addiert das Dicyan zu den beiden
CS.NII 2Thioamiden Rnbeanwasserstoff, I , der gelbrote Kristalle
CS. NIL
CN
der aus Chloroform in
bildet, und Flaveanwasscrstoff, i
CS.NH 2 'gelben, durchsichtigen, bei 87—89° schmelzenden Nadeln krystallisiert.