Cholin.
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Tetraäthylainmonhimhydroxyd, N(C 2 H r ,) 4 OH, gleicht der Me-thylverbindung und ist als harnsäurclösendes Mittel empfohlenworden.
AHylamin, CH 2 = CH. CH 2 .NH 2 , siedet bei 58° und entstehtbei der Einwirkung von Schwefelsäure auf Allylsenföl. Manstellt es dar, indem man Senföl mit 20°/ 0 iger Salzsäure kocht.
Tetraallylammoiiiumalaun, (S0 4 ) 2 [N(C 3 H 5 ) 4 H]AI + 12H 2 0, ist alsharnsäurelösendes Mittel empfohlen. Beim Einleiten von Ammoniak ineine alkoholische Lösung' von Allylbromid entsteht Tetraallylammonium-bromid, aus dem die freie Base durch feuchtes Silberoxyd erhaltenwird. Diese verwandelt man in das Sulfat und fügt der Lösung' dieberechnete Menge Aluminiumsulfat zu.
jS-Aminoüthylalkohol, Amidoätliylalkohol, OH.CH 2 .CH 2 .NH 2 ,wird durch Erhitzen von Aethylenoxyd mit Ammoniak erhalten.
/CH 2 .CH 2 .OH
Oxäthyltriinetliylammoniumhydroxyd,
Cholin, Ns(CII 3 ) 3s OH
Blllneurin, Sinkalin, findet sich in der Galle, als Zersetzungs-produkt der Lecithine im Gehirn, den Nerven, im Eidotter, invielen Pflanzen, besonders in ölreichen Samen. Als Amanitinwurde das aus den Fliegenpilzen isolierte Cholin, als Sirikalindas als Spaltungsprodukt des im weissen Senf enthaltenenAlkaloids Sinapin erhaltene Cholin bezeichnet. Das Vorkommenin der Galle {yohq) hat dem Stoff' zu dem Namen Cholin verholfen. Man erhält es synthetisch aus Aethylenoxyd, Wasser undTrimethylamin. Das Aethylenchlorhydrin liefert mit Trimethyl-amin salzsaures Cholin:
PH
**0 + H 2 0 + N(CH 3 ) 3CH/
Aethylenoxyd
CH 2 .OH
1CH 9 .C1
CHg.CHg.OH
N(CH 3 ) 3
OH
Cholin.
CH 2 .CH 2 .OH
I
+ N(CH 3 ) 3 = N(CH 3 ) 3
Aethylenchlorhydrin
Cl
Salzsaures Cholin.
Cholin ist eine farblose, syrupdicke, stark alkalische, nichtgiftige, hygroskopische Masse. Man kann es als einen Abköram-üng des Amidoäthylalkohols, NH 2 .CH 2 .CII 2 OH, auffassen. DurchOxydation des Cholins, besser des Cholinplatinchlorids, mitSalpetersäure entsteht das giftige Pseudomuscarin und das nichtgiftige Betain.