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Trimethylamin.
Mercurialis annua und perennis. Daher hat es den Namen Mer-curialin erhalten. Es entsteht bei der Reduktion des Cyanwasser-stoffs und tritt bei der Spaltung des Coffeins, Kreatins und Morphinsauf. Es ist ein farbloses, bei —6° siedendes Gas, das löslichstealler Gase: 1 Volum Wasser von 12° löst 1150 Volumina Methyl-amin. Man stellt es aus Acetbromamid durch Erwärmen mitKalilauge dar.
Aethylamin, NH 2 .C 2 H 5 , siedet bei 18°, Propylamin, NH 2 .C 3 H 7 ,bei 49°.
Dimethylamin, NH(CH 3 ) 2 , siedet bei +7,2°, findet sich inder Häringslake und wird aus Nitrosodimethylanilin durch Er-wärmen mit Kalilauge dargestellt.
Diäthylamin, NH(C 2 H 5 ) 2 , siedet bei 56°.
Trimethylamin, N(CH 3 ) 3 , siedet bei 3,5° und ist in Wasserleicht löslich. Es findet sich in der Häringslake, im Harn, imKraut von Chenopodium vulvaria, im Steinkohlenteer und imTieröl und entsteht leicht aus Cholin oder Betain enthaltendenStoffen, wie Mutterkorn, Rübenzuckermelasse, Fliegenpilze. Inreinem Zustande erhält man es leicht durch trockene Destillationvon Tetramethylammoniumhydroxyd. Das salzsaure Salz wirddurch Erhitzen von Chlorammonium110—120° im Autoklaven erhalten.
Die Homöopathen verwenden alsmethylamin.
Trimethylaminum, Trimethylamiiilösiing, ist eine farblose, am-moniakalisch-häringsartig riechende, stark alkalisch reagierende flüch-tige Flüssigkeit, die beim Annähern von Salzsäure dichte weisse Nebelbildet. Sie ist mit Wasser und Weingeist in jedem Verhältnis mischbarund enthält bei dem spez. Gewicht 0,975 annähernd 10% Trimethylamin.
Die Lösung- ist mit Kalkwasser auf Kohlensäure, mit Schwefel-wasserstoff auf Schwermetalle, mit Ammoniumoxalat auf Kalk, nachdem Uebersättigen mit Essigsäure mit Baryumnitrat auf Sulfat, undmit Salpetersäure und Silbernitrat auf Chlorid zu prüfen. Das ausder Lösung erhaltene und über Schwefelsäure getrocknete salzsaureSalz muss in der zehnfachen Menge absolutem Alkohol völlig löslichsein (Ammoniak). 5 cc Trimethylaminlösung sollen zur Sättigung8,2—8,4 cc Normalsalzsäure verbrauchen, entsprechend 9,94—10,18%-
Triäthylamin, N(C 2 H 5 ) 3 , ist in Wasser schwer löslich undsiedet bei 89°.
Tetramethylammoniumhydroxyd, N(CH 3 ) 4 .OH, bildet zerfliess-liche, leicht Kohlensäure anziehende Nadeln, es entsteht durchEinwirkung von feuchtem Silberoxyd auf das in farblosen Prismenkrystallisierende Tetramethylammoninmjodid, N(CH 3 ) 4 J.
mit Formalinlösung aufPropylaminum reines Tri-