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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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280
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Aminbasen.

(CH 8 ) a CH(NO a )

+

NOOH = H a 0

+ (CH^gg*

Isonitropropan

Propylpseudouitrol

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Durch Oxydation mit Chrom säure liefern die PseudonitroleDinitroverbindungen. Man kennt auch Tri- und Tetranitro-derivate.

Trinitromethan, Nitroform, CH(N0 2 ) 3 , schmilzt bei 15 °, istmit Wasserdampf flüchtig und explodiert heftig beim Erhitzen.Es ist eine starke Säure und wird durch Erwärmen mit einemGemisch von rauchender Salpetersäure und Schwefelsäure inTetranitromethan, C(N0 2 ) 4 , übergeführt, das bei 13° schmilzt undbei 126° ohne zu explodieren siedet.

lieber Chlorpikrin, CC1 3 (N0 2 ), siehe S. 238.

2. Aminbasen.

Die Aminbasen leiten sich von dem Ammoniak ab, indemdarin Wasserstoff durch Alkoholradikale ersetzt wird. Je nachdem,ob es sich um Abkömmlinge von einem, zwei oder drei Mole-külen Ammoniak handelt, spricht man von Monaminen, Diaminenoder Triaminen:

Monamin:

CH 3 .NH 2

Methylamin

Diamin:

CH 2 .NH 2

CH 2 NH 2

Aethylendiamin

Triamin:

CH 2 .NH 2

I

CH .NIL,

CHg.NHü

Triaminopropan.

Nach der Anzahl der im Ammoniakmolekül durch Alkylvertretenen Wasserstoffatome unterscheidet man:

^C 2 H 5

1. Primäre Amine, Amidbasen, z.B. Aethylamin, NU

^C 2 H 5

2. Sekundäre Amine, Imidbasen, z. B. Diäthylamin, N C 2 H 6 >

^11

^C 2 H B

3. Tertiäre Amine, NitrilbXasen, z. B. Triäthylamin, N-C 2 H 5 -

"C 2 H 5

In analoger Weise, wie die Aminbasen vom Ammoniak,leiten sich von dein hypothetischen Ammoniumhydroxyd,NH 4 OH, ab