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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Ricinusölsäure.

Dann werden 75 T. Oelsäure hinzugefügt. Die Mischung wird gerührt,bis sie so dick geworden ist, dass ein Niedersinken schwerer Teilenicht mehr stattfinden kann. Nach vierundzwanzigstündigem Stehenwird die Schale samt Inhalt auf höchstens 60° erwärmt und letztererso lange gerührt, bis sein Gewicht noch 100 T. beträgt.

Quecksilberoleat ist eine gelblichweisse, etwas durchscheinendeMasse von zäher Salbenkonsistenz, welche deutlich nach Oelsäureriecht, sich zu einem kleinen Teile in Weingeist, wenig in Aether,leichter in Benzin, vollständig in fetten Oelen löst.

Mit Schwefelwasserstoffwasser Übergossen, färbt sie sich tief-schwarz.

Wird 1 gr Quecksilberoleat, mit 10 gr zerstossenem Glas gemischt,in einem Kölbchen mit 20 gr verdünntem Weingeist eine Stunde langunter öfterem Umschütteln bei 3540° stehen gelassen, so dürfen10 gr des Filtrates beim raschen Verdampfen auf dem Wasserliadenicht mehr als 0,06 gr Rückstand hinterlassen.

Wird 1 gr Quecksilberoleat mit 5 gr Salpetersäure einige Minutengekocht und die Mischung mit 5 gr Wasser versetzt, so darf das kalteFiltrat durch seine dreifache Raummenge verdünnter Schwefelsäurenicht getrübt werden.

Erucasäure, 8 II^C = C' n ennu Brassinsäure, findetxl ^11-^22 ^^^rl ,

sich als Glycerid im Eüböl, im fetten Oel der Senfsamen, der Trauben-kerne und der Kapuzinerkresse, sie schmilzt bei 3334° und siedetunter 10 mm Druck bei 254,5°. Durch salpetrige Säure wird siein die stereoisomere Brassidinsäure, C 8 H^ C= C /C U H 22 .COOH,

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die bei 66° schmilzt und unter 10 mm Druck bei 256° siedet,übergeführt.

Ricinusölsänre, Ricinolsäure, ist eine Oxyölsäure, CH 8 (CH 2 ) 6 -CH(OH).CH 2 .CH = CH(CH 2 ) 7 .COOH; sie ist'optisch aktiv (a D =+ 6,67°), liefert ein ätherlösliches Bleisalz und findet sich alsebenfalls aktives (a D = + 3°) Glycerid im Kicinusöl. Bei dertrockenen Destillation liefert sie Oenanthol und Undecylensäure,bei der Kalischmelze wird sie in Sebacinsäure und sekundärenOktylalkohol gespalten, mit salpetriger Säure liefert sie dieisomere, bei 53° schmelzende Ricinelatdimäure.

Die Säuren C n H 2n --40 2 , welche vier Wasserstoffatome wenigerenthalten, als die entsprechenden gesättigten Verbindungen, besitzenentweder ein Paar Kohlenstoffatome in dreifacher Bindung, leitensich also von dem Acetylen ab und heissen Säuren der Propioi-xäurereihe, oder sie enthalten zwei Paare doppelt gebundener