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Acrolei'n.
3. Aether und Thioäther.
Vinyläther, (CH 2 = CH) 2 0, entsteht aus Vinylsulfid und Silberoxyd undsiedet bei 39°.
Allyläther, (CH 2 = CH.CH 2 ) 2 0, findet sich in geringer Menge im Knoblauchölund siedet bei 85°.
Vinylsulfid, (CH 2 = CH) 2 S, der Hauptbestandteil des ätherischen Oels vonAllium ursinum, siedet bei 101°.
Allylsulfld, (CH 2 = CH.CH 3 ) 2 S, durch Erwärmen von Allyljodid mit Schwefel-kalium in alkoholischer Lösung, ist ein farbloses, widerlich riechendes,bei 140° siedendes Oel.
Allyldisulfld, (C 3 H 6 ) 2 S 2 , findet sich neben verwandten PolySulfiden imätherischen Knoblauchöl. Es siedet bei 16 mm Druck bei 117°.
4. Aldehyde und Ketone.
Acrolei'n, Propenal, Acrylsäurealdehyd, CH 2 = CH.CHO, ent-steht bei der vorsichtigen Oxydation des Allylalkohols, bei dertrocknen Destillation des Glycerins und der Fette und wird ambequemsten erhalten, wenn man 1 T. entwässertes Glycerin mit2 T. Kaliumbisulfat der trocknen Destillation unterwirft:
CH 2 .OH CH 2
I I
CH.OH = 2H 2 0 + CH
ICH 2 .OH CHO
Glycerin Acrolei'n.
Acrolei'n ist eine farblose, bei 52° siedende Flüssigkeit vonunangenehm stechendem Geruch, die Nase und Augen heftig reizt.
Beim Aufbewahren polymerisiert es zu einer festen, amor-phen, durchscheinenden Masse: DisacryJ.
Unterwirft man den aus HCl und Acrolei'n erhältlichenjö-Chlorpropylaldehyd, CH 2 C1.CH 2 .CH0, der Destillation mitAetzkali oder Pottasche, so entsteht ein zweites Polymeres desAcrolei'ns, das Metacrolein, (C 3 H 4 0) 3 , als krystallinische, bei 45°schmelzende Masse.
Durch Einwirkung von Ammoniak auf Acrolei'n entstehtAcroleinammoniak, das bei der Destillation Picolin liefert (siehedaselbst).
Crotonaldehyd, CH 3 CH = CH.CHO, entsteht durch Erhitzenvon Aldol (S. 101) mit Salzsäure als stechend riechende, in Wasserlösliche, bei 104° siedende Flüssigkeit.
CH 3 .CH(OH).CH 2 .CHO = H 2 0 + CH 3 CH = OH.CHO
Aldol Crotonaldehyd.