Citronensäure.
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stoffzutritt Citromyces glaber, O. Pfefferianus, Penicillium luteumoder Mucor piriformis kultiviert.
Die technische Darstellung der Citronensäure geschieht aus-schliesslich aus dem Saft der unreifen Citronen. Die Citronenwerden noch vollkommen grün vom Baume gepflückt, enthaltendann aber nur wenig Citronensäure und relativ viel Zucker.Sie gelangen nun auf zwei bis drei Wochen in das Fermentier-haus, wo sie während dieser Zeit bei einer konstanten Tem-peratur von 50° gehalten werden. Hierauf setzt man die Fruchteiner niedrigeren Temperatur aus, unter Umständen für einigeMonate; dann erst ist sie fertig für den Markt und lässt denrichtigen Säuregrad, etwa 7°/ 0 , erkennen. Durch den Fermentier-prozess wird gleichzeitig die anfangs sehr starke, schwammig-zähe Schale dünn. Die Hauptproduktionsorte für Citronen sindItalien, Sizilien, Spanien, die Sandwich- und Gesellschaftsinseln,Jamaica und Californien. Von dort werden nicht nur CitronenQ öd Citronensäure, sondern auch eingedampfter Citronensaftund Calciumcitrat exportiert, die dann bei uns auf Citronen-säure verarbeitet werden.
Der mit Eiwciss geklärte Citronensaft wird siedendheissEiit Kreide und schliesslich mit Kalk soweit neutralisiert, dassn jir noch schwach saure Reaktion herrscht. Der entstandene«lohte, krystallinische Niederschlag von Calciumcitrat wird, weil111 kaltem Wasser leichter löslich, von der kochendheissen Flüssig-keit getrennt, mit siedendem Wasser ausgewaschen, mit Centri-* u gen ausgeschleudert und schliesslich mit verdünnter Schwefel-saure in sehr geringem. Ueberschuss in der Wärme zerlegt:
CH 2 .COÖ(VOH
IsCOO
|ch 2 .coo
Calciumcitrat
jCa, + 2H 2 0 + 3S0 4 H 2 = 3S0 4 Ca + 2
[Ch 2 cooh
•fCcOOH + H 2°CH 2 .COOHCitronensäure.
Die so erhaltene Citronensäurelösung wird im Vacuum zur^ r ystallisation eingedampft: die erhaltenen Krystalle krystalli-8 iert man aus Wasser unter Anwendung von Tierkohle um.
Citronensäure, Acidnm citricnm, Citri aeidum, krystallisiert inf arblosen, durchscheinenden, luftbeständigen rhombischen Prismen,deiche bei gelinder Wärme verwittern, dann bei 100° das Krystall-Wasser vollständig abgeben und im so getrockneten Zustande beiI53-1540 schmelzen. 1 T. Citronensäure ist in 0,54 T. Wasser, in 1 T.Weingeist und in etwa 50 T. Aether löslich. Eine Mischung aus 1 ccder wässrigen Lösung (1 = 10) und 40-50 cc Kalkwasser bleibt klar.Wi »'d diese Flüssigkeit eine Minute lang gekocht, so fällt ein flockiger,