216
Citronensäure.
CHj.COOH
OHCitronensäure, Oxytricarballylsäure, CroQu + H 2 0.
CH 2 .COOHMolekulargewicht = 210,1.
Geschichtliches. Die Verschiedenheit der Citronensäure von derWeinsäure fand 1776 RettiuS. Scheele erhielt 1784 die Säure aus Citronen-saft in krystallisiertem Zustande, als dreibasisch erkannte sie Liebig 1838.Die Bildung der Citronensäure durch Citromyeesgährung- fand Wehmei'1893 auf.
Citronensäure findet sich teils frei, teils an Kalium undCalcium gebunden, häufig von Weinsäure und Aepfelsäure be-gleitet, in zahlreichen saueren Früchten, besonders in den un-reifen Citronen, Johannisbeeren, Preisseibeeren, Kirschen, aberauch in anderen Pflanzenteilen, wie in den Kartoffeln, denRunkelrüben, der Rinde der Rosskastanie vor. Interessant istihr Vorkommen in der Kuhmilch.
Synthetisch lässt sich die Citronensäure aus dem Glycerin,sowie aus dem Acetessigester erhalten:
1. CH 2 .OH CH 2 C1
2HCl I
CH.OH
I
CH 2 .OHGlycerin
— CH.OH
I
CH 3 C1ec-Dichlorhydrin
CH 2 C1 CH.,C1
O | HCN
—> (in---- y r svtl
HCl
CH 2 C1/OH
0
sCOOH
CHjCI
/!-Dichlor-aceton
CH 2 C1 CHjCl
Dichloraceton- DichJoroxyieo-
cyanhydrin buttersäure
CHj.CN CH 2 .COOIl
2KCN " , HCl
,011sCOOH
„OH'sCOOH
CH 2 .CN CHgCOOfl
DicyanoNyiso buttersäure Citronensäure.
2. CH,
CO
Cl
CH.C1
[CO
KCN
CH 2 CN
HC]
CO —
CH ä .COOH
ICO
CH 2 . COOC 2 H 5 CH 2 . COQC,H 4
Acetessigester j'-Chloracet-essigester
CHj.COOC»H 8 CH 2 .COOH
y-Cyanacet- Acetondicarbon-essigester säure
CH 2 .COOH5£* I.OH HC1
C
CH 2 .COOHOH
.CN
C
.COOH
CH 2 .COOH
Acetondiearbonsäure-cyanhydrin
CH 2 .COOHCitronen-säure.
Citronensäure entsteht durch die Citronensäuregährung d eSTraubenzuckers, wenn man in einer Lösung desselben bei Sauer-