Druckschrift 
Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
Entstehung
Seite
215
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

"-"" ''S5p !5 R5^

Zuckersäure, Schleimsäure.

215

Zweibasische, fiinfatomige Säuren, Trioxyuicarbonsäiiren,

CH 2-3 {[coOHV

Trioxyglutarsäuren, COOH.[CH(OH)] 8 COOH, entstehen bei

der Oxydation von Arabinose, Xylose und Kibose.

CR

3 COOH, erhält

Saccharonsäure, COOH. CH(OH).CH(OH).C;

OH

man durch Oxydation von Saccharin (S. 191) mit Salpetersäure.

Trioxyadipinsänre, C 4 H 5 (OH) 3 (COOH) 2 , ist das Oxydations-produkt des Metasaccharins (S. 191).

Zweibasische, seclisatomige Säuren, Tetraoxydicarbonsäuren,

Tetraoxydicarbonsäuren entstehen aus verschiedenen Kohle-hydraten und aus den entsprechenden Monocarbonsäuren durchOxydation mit Salpetersäure. Die wichtigsten derselben sind:

Mannozuckersäure, COOH.[CH(OH)] 4 COOH, in 3 optisch-isomeren Formen bekannt, die aus den 3 Mannonsäuren erhaltensind. Bei der Abscheidung aus ihren Salzen gehen sie in Dilak-tone über.

Zuckersäure, COOK. [CH(0H)] 4 C00H, ist ebenfalls in 3 op-tisch-isomeren Formen bekannt. Die inaktive entsteht aus in-aktiver Gluconsäure, die 1-Zuckersäure aus 1-Gluconsäure durchOxydation mit Salpetersäure. Die gewöhnliche d-Zuckersäureerhält man aus Rohrzucker, Traubenzucker und d-Gluconsäureauf demselben Wege.

Schleimsäure, COOH[CII(OH)] 4 COOH, ist optisch inaktiv durchden symmetrischen Bau des Moleküls, daher nicht spaltbar. Sieentsteht durch Oxydation des Dulcits, der Guramiarten undPflanzenschleime sowie des Milchzuckers. Sie ist in Wasserschwer löslich, lässt sich zu Traubensäure oxydieren und leichtm Furanderivate überführen.

Dreibasisclie, vieratomige Säuren, Monoxytricarbonsänren, Citroaen«

säurereihe, CnH2n-a j (qqoH) '

Von den hierher gehörigen Säuren besitzt nur die Citronen-säure praktisches Interesse.