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Glvcerin.
Zusatz von Kalk — Kalkvcrseifung — oder Schwefelsäure— Schwefelsäureverseifung — mit gespanntem Wasserdampfbehandelt. Die dadurch abgeschiedenen Fettsäuren werden zurKerzen- und Seifenfabrikation verwendet, die glycerinhaltigewässrige Lösung aber durch Zusatz der berechneten MengeSchwefelsäure von Kalk befreit — bei der Schwefelsäureverseifungdurch Zusatz von Kalk entsäuert — und nach Abtrennung vomCalciumsulfat konzentriert.
3. Bei der fermentativen Fettspaltung werden die Fette beigelinder Wärme und bei Gegenwart von verdünnter Schwefel-oder Essigsäure der Einwirkung des fettspaltenden Enzyms ge-mahlener Ricinussamen oder anderer Samen überlassen. Nacherfolgter Einwirkung wird durch Zusatz von mehr Schwefelsäuredie Trennung der Mischung bewerkstelligt. Die abgeschärftcnFettsäuren dienen zur Seifenfabrikation, das saure Glycerinwasserwird in ähnlicher Weise, wie bei der Wasserdampfspaltung, aufRohglycerin verarbeitet.
Fig. 14.
Das Rohglycerin ist je nach Herkunft und Konzentrationeine mehr oder weniger dickflüssige, gelb bis braun gefärbteLösung, die wechselnde Mengen anorganischer Salze, Fett, Fett-säuren usw. enthält. Aus dem Rohglycerin stellt man das raffi-nierte, destillierte oder krystallisicrte Glycerin des Handels her.
1. Raffiniertes Glycerin, ßlycerlnum depuratuni, wird erhalten,indem man die Hauptverunreinigungen durch geeignete ReagentieBentfernt, z. B. Schwefelsäure durch Baryumcarbonat, Calciumdurch Oxalsäure usw. Dann wird das Glycerin durch Knochen*kohle entfärbt und zum Schluss konzentriert.