Alkoholhaltige Getränke.
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auch Glycerin und Bernsteinsäure gebildet in demselben Ver-hältnisse, wie dieselben durchschnittlich bei der Hefegährungbeobachtet werden. 0. Emmerling hat dies jüngst für Mucorracemosus nachgewiesen.
Bei der alkoholischen Gährung, so wie sie sich in der Technikvollzieht, werden etwa 94°/ 0 des angewandten Zuckers im Sinneder Gay-LussacBCheo Giihrungsgleichung verwendet. Etwa 6°/ 0des Zuckers liefern homologe Alkohole, sog. Fuselöle, Glycerin,Bernsteinsäure, teils werden sie zwecks Fortpflanzung der Hefezu -r Bildung von Cellulose, Fett und Eiweiss verbraucht.
Alkohol entsteht auch bei der intramolekularen Atmungzuckerhaltiger lebender Pflanzen. Aus dem Aethylen des Stein-kohlengases (in den Kokereien) würde man Alkohol gewinnenkönnen, indem man es an Schwefelsäure addiert und die Aethyl-sehwefelsäure verseift. Die Methode wird aber praktisch nochnicht ausgeübt.
Alkoholhaltige Getränke werden entweder aus zuckerhal-tigen, oder aus stärkehaltigen Materialien, mit oder ohne nach-folgende Destillation, hergestellt.
1. Durch direkte Gährung zuckerhaltiger Pflanzensäfte be-reitet man:
a ) "hne nachhange Destillation aus: b) mit späterer Destillation aus:
Trauben: Wein, Trauben: Cognac, Franzbrannt-
Aepfeln: Aepfelwein, wein, Tresterbranntwein,
Johannisbeeren:Johannisbeerwein Melasse: Rum,
n. s. w. Kirschen: Kirscbwasser (Baden),
Zwetschen: Sliwowitz. (Rühmen)u. a. m.
2. Aus stärkemehlhaltigen Materialien, nach Verzuckerungder Stärke mit Malz, durch Gährung:
) ohne spätere Destillation ans: b) mit naebherigor Destillation aus:
Gerste: Bier, Gerste und Roggen, Weizen oder
Weizen: Weissbier (Berlin). Hafer und Mais: Kornbrannt-
wein verschiedener Art,Reis: Arrac (Ostindien),Kartoffeln: Kartoffelspiritus.
Darstellung des Haiidelsalkohols.
Die Hauptmenge des im deutschen Handel befindlichenAlkoholes — Branntweines — wird aus Kartoffeln hergestellt. Der>re nnereiprozesx bestellt wesentlich aus drei Operationen: 1. Die^eberführung des Stärkemehls in gährungsfähigen Zucker mit«Ulfe c i er JXastaae des Malzes (Maischprozass). 2. Die Umwand-1Ul, g des Zuckers in Alkohol und Kohlensäure durch die alko-