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Petroleum.
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Deutschland produziert etwa 1500 Tonnen und verbrauchtetwa 1 Million Tonnen. Die Hauptvorkommnisse von Erdöl be-finden sich in Pennsylvanien, Ohio, Canada, in der Krim amSchwarzen und bei Baku am Kaspischen Meer, in Indien, Birma,Ungarn, Galizien, Eumänien und Argentinien. In Deutschlandfindet sich Erdöl am Tegernsee in Bayern, bei Schude undOelheim in Hannover, bei Klein-Schöppenstedt in Braunschweig,bei Pechelbronn im Elsass.
Das Erdöl entquillt bisweilen freiwillig dem Erdboden, meistmuss es durch Bohrlöcher gewonnen werden, denen es entwedervon selbst entströmt oder durch Pumpen entzogen wird. Inmanchen Gegenden braucht man nur Brunnen zu graben, indenen sich das Erdöl ansammelt, worauf man es ausschöpfenkann. Das rohe Erdöl bildet dicke, ölige, braune Elüssigkeitenmit grünlichem Beflexe. Es enthält in den flüssigen Kohlen-wasserstoffen auch feste und gasförmige gelöst. Letztere strömenoft auch aus Petroleumquellen aus, bisweilen in so grossenMengen, dass sie zur Heizung und Beleuchtung aufgefangenwerden können.
Vielleicht ist das Erdöl das Produkt der trockenen Destil-lation des Fettes fossiler Tiere, wenigstens erhielt Engler durchDestillation von Fischtran unter hohem Druck dem amerikani-schen Petroleum ähnliche Flüssigkeiten; vielleicht verdankt esauch der Einwirkung von Wasser auf Metallcarbide, vielleichtauch der Lebenstätigkeit von Diatomeen seine Entstellung. Mög-lich auch, dass alle drei Vorgänge bei der Erdölbildung be-teiligt sind. Jedenfalls deutet das gleichzeitige Vorkommen vonSalz in der Nähe der Petroleumlager auf eine marine Herkunft.
Das amerikanische Petroleum besitzt im rohen Zustande das spez.Gewicht 0,782—0,82—0,92. Es besteht wesentlich aus einem Gemisch vonKohlenwasserstoffen der Methanreihe mit bis zu 8% des Rohöles an aro-matischen Kohlenwasserstoffen (Cumol und Mesitylen). Die Paraffine sind.grösstenteils normale, es kommen aber auch solche der Formeln R 2 :CH.CH:R 2 ,CHR 3 und CR 4 darin vor. In den meisten Sorten dos Rohöles sind auchsauerstoffhaltige Verbindungen enthalten, in manchen auch Schwefelverbin-dungen.
Das kaukasische oder russische Petroleum, Erdöl von Itaku be-steht zu etwa 80°/ 0 aus den Naphtenen C 7 H 14 bis CjjjHgd, daneben ent-hält es Benzol, C 6 H ß , und dessen Homologe bis C] 0 H 14 , kondensierte Naph-tene CnH2n-8 und die sog. Petrolsäuren. Das spez. Gewicht ist höher, als beidem amerikanischen Erdöl.
Das galizische Petroleum steht, ebenso, wie das deutsche Petro-leum, etwa in der Mitte zwischen dem amerikanischen und russischen Erdöl.Der Hauptbestandteil sind Grenzkohlenwasserstoffe und Naphtene, danebenkommen auch Benzolderivate vor.
Die technische Verarbeitung des rohen Erdöles besteht zu-nächst in einer fraktionierten Destillation, bei der man die unter