Petroleumäther.
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150° übergehenden Anteile als Leichtöl, die Fraktion 150—300°als Leuchtöl auffängt. Das amerikanische Rohöl liefert etwa60—70°/ 0 Leuchtöl, das russische nur etwa 40°/ 0 . Die höherals 300° siedenden Anteile dienen als Schmieröle, die unterNamen, wie Möhringsöl, Lubricatingoil, Vulkanöl, in den Handelkommen und sie bilden das Material für die Darstellung vonVaselin und Paraffin. Das zwischen 150—300° destillierendeLeuchtöl wird einer Behandlung mit Schwefelsäure, dann mitNatronlauge unterworfen, dann mit Wasser gewaschen undschliesslich entweder geklärt und filtriert, oder nochmals rekti-fiziert.
Das raffinierte Lenclltpetrolenm besteht wesentlich aus den Kohlen-wasserstoffen Cjillgo bis Ci5H 32 . Es ist eine farblose oder schwach gelbliche,bläulich fluoreszierende Flüssigkeit, deren spez. Gewicht zwischen 0,79 und0,81 schwankt. Kaiseröl hat ein etwas niedrigeres, russisches Kerosin einetwas höheres spez. Gewicht. Das Petroleum darf bei der Prüfung im AbelschenApparat keine unter 21° entflammbaren Dämpfe entwickeln. Bei der Frak-tionierung soll es höchstens 5°/ 0 unter 150° übergehendes Leichtöl undhöchstens 10°/ 0 über 300° siedendes Schmieröl ergeben. Es soll neutralreagieren und keine Schwefelverbindungen enthalten.
Das Leichtöl oder Petroleumnaphta, die unter 150° destil-lierenden Anteile des Rohpetrolcums, werden durch fraktionierteDestillation weiter zerlegt. Zuerst geht gasförmiges CymogenOber, das zu Heizzwecken benuizi wird. Die unter 50° folgendenAnteile bezeichnet man als Rhigolen, Canadol, Sherwoodoil.Von 50—60° siedet der Petroleumäther, von gegen 70—90° dasPetroleumbenzin, von 90—120° das Ligroi'n, von 120—150° dasPutzöl des Handels, doch findet man auch andere BezeichnungenUrj d Fraktionieruugsgrenzen vor.
Petrolenmäther, Aether Petrolei, .siedet gegen 50—60°, besitzt dasspez. Gewicht 0,665—0,67 und besteht wesentlich aus Pentan und Hexan,•kr ist identisch mit dem Benzinum des Schwabeschen homoöp. A.B.^er Petroläther ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit. Mit"nsser mischt sich Petroläther nicht, in off'. Spiritus löst er sich im Ver-hältnis von 1:2,5—3, mit Aether, Schwefelkohlenstoff, Chloroform undfetten Oelen mischt er sich in jedem Verhältnis. Unter dem Einflussv °n Luft und Licht nimmt er leicht Sauerstoff auf. wodurch der Siede-punkt und das spez. Gewicht erhöht werden. Man muss dies bei derAufbewahrung berücksichtigen. Der Dampf des Petroläthers undebenso des Benzins und Ligroins ist, namentlich im Gemisch mit Luft,sehr feuergefährlich.
Petroläther muss völlig flüchtig und indifferent gegen kaltekonzentrierte Schwefelsäure sein. Braunkohlenbenzin kennzeichnetjfo* durch den Geruch und die Schwärzung infolge von Bildung vonSchwefelsilber, wenn man den Petroläther mit einem Viertel seines