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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Aethan, Propau.

Zur praktischen Darstellung des Methans benutzt man meistdie trockene Destillation von Calciumacetat mit Baryumoxyd, Aetz-kalk oder Natronkalk (vergl. S. 26 Nr. 4).

Das Methan ist ein farbloses, geruchloses Gas. Seine kri-tischen Werte sind82° und 55 Atmosphären. Es siedet unter749 mm Druck bei162° und schmilzt bei186°. In Wasserist es wenig löslich, leichter in Alkohol. Es brennt mit schwachleuchtender, gelblicher Flamme. Mit Luft, Sauerstoff und Chlorbildet es explosible Gasgemenge. Die Gefährlichkeit der Methan-Luftgemenge in Kohlenbergwerken bekämpft man durch dier" Davysche Sicherheitslampe (vergl. I. Anorg. Teil, S. 260).

Aethan, Aethylwasserstoff, Dimethyl,Methylmethan,CH 3 _CH 3rentsteht aus Aethyljodid und Wasserstoff, Methyljodid und Natrium,Zinkäthyl und Wasser oder durch Elektrolyse von Kaliumacetat-lösung, wie S. 21 erörtert wurde. Es ist ebenfalls ein farbloses,geruchloses Gas mit den kritischen Werten +34° und 50,2 Atm.Druck. Es siedet unter 760 mm Druck bei84° und schmilztbei172°.

Propan, CH 3 _CH 2 CH 3 , siedet bei45° unter Atmosphären-druck.

Bei den Butanen, C 4 H 10 , beginnt das Auftreten von Isomeren.Je nachdem man im Propan ein Wasserstoffatom an einem end-ständigen oder am mittelständigen Kohlenstoffatom durch Methyl,CH 3 , ersetzt, entsteht das normale Butan, CH 3 . CH 2 . CH 2 . CH 3 ,

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oder das Trimethylmethan, CHo.CH'" tJ 3 . Eine solche Isomerie

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bezeichnet man als Kettenisomcrie. Von den Pentanen, C 5 H, 2 ,

sind drei Isomere, von den Hexanen, C n II u , bereits 5 Isomere

möglich und auch sämtlich bekannt. Ihre Siedepunkte bei 760 mm

Druck zeigt folgende Tabelle:

C 4 II ]0 normales Butan

( ll r {.CH 2 CH 2 .CxT 3

+ 1°

TrimethylmethaTi

CH,.CH(CH S ^

m

C S H 12 norm. Pentan

CH 3 .(CH 2 ) 3 CH 3

+38 °-

Dimethyläthylmethan

CH 3 CH 2 .CH(CH 3 ) 2

+30»

Tetramethyl nieth an

C(CH 3 ) 4

+9«

C 6 Hj 4 norm. Hexan

CHgCCHg^CH,

+71°

Methyldiäthylmethan

CH 3 .CH(C 2 H S ) 2

+64»

Dimethylpropylmethan

CH,CH 2 .CH 2 .CH(:CH S ) 2

+62»

Diisopropyl

(CH 8 ) 2 CH.CH.(CH 3 ) 2 '

+58°

Triinethyläthylmethan

CH 8 CH,.C(CH S ),

+49°

Die Zahl der möglichen Isomeren wächst bei den höherenHomologen der Methanreihe rasch. Es sind beispielsweise 9 Hep-tane, C 7 H 16 , 18 Oktane, C 8 H lg , 802 Tridekane, C ]3 H 28 , möglich.Man hat aber nur wenige dieser Homologen dargestellt. Diewichtigsten physikalischen Konstanten der höheren normalenParaffine sind folgende:

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