Methan.
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5. Durch Behandeln der Alkyljodide mit Natrium oder Er-hitzen derselben mit Zink oder Silber auf 150°:
2CH 3 J + 2Ag == 2AgJ + CjHgJodmethyl Aethan.
CH 3 J + C 3 H 7 J + 2Na = 2NaJ + C 4 Hi 0Jodmethyl Propyljodid Butan.
6. Durch Elektrolyse konzentrierter Lösungen der Alkali-salze einbasischer Fettsäuren:
2CH 3 COOK + H 2 0Kaliumacetat
2H
C0 2 + CO s K 2 + CH 3 _CH 3 .Aethan.
Nach den Methoden 1—3 erscheinen die Ethane als Wasserstoffverbin-dungen der einwertigen Alkoholradikale. Dieser Auffassung entsprechend be-zeichnete man früher das Methan als Methylwasserstoff, das Aethan als Aethyl-wasserstoff u. s. w. Die Methoden 5 und 6 lassen die Ethane als DialkyUerscheinen. Anfänglich glaubte man in ihnen die freien Alkoholradikale er-halten zu haben, bis die Bestimmung der Dampfdichte diesen Irrtum aufklärte.
Methan, Sumpfgas, Grubengas, CH 4 .
Methan entsteht bei der Fäulnis und Verwesung, es bildetsich daher in Sümpfen und führt deshalb den Namen Sumpfgas.Es findet sich ferner in Kohlengruben, heisst daher Grubengas,und bildet mit Luft gemischt die schlagenden Witter. Dann kommtes vor in vulkanischen Gasen, entströmt oft in grossen Mengender Erde, namentlich in Gegenden, in denen sich Erdöl findet,und bildet einen wesentlichen Bestandteil des Steinkohlengases.
Lässt man in einer Wasserstoffatmosphäre einen elektrischenJlammenbogen zwischen Kohleelektroden übergehen, so bildetSl ch neben Acetylen auch etwas Methan.
Methan entsteht ferner, wenn man Schwefelkohlenstoffdampf,gemischt mit Schwefelwasserstoff über glühendes Kupfer leitet:
CS,
Schwefel-kohlenstoff
2H 2 SSchwefel-wasserstoff
8Cu =
4Cll,S
+
<'H,Methan.
Leitet man ein Gemenge von Wasserstoff und Kohlenoxyiüber frisch reduziertes Nickel, so entsteht bei gewöhnlicher Tem-peratur Methan:
CO + GH = H 2 0 + CH 4Kohlenoxyd Wasserstoff Methan.
Aluminiumcarbid wird durch Wasser schon in der Kälteln Aluminiumhvdroxyd und Methan verwandelt:
C 3 A1 4 + 12H a O = 4A1(0H) 3 +
3CH 4Methan.
Aluminiumcarbid
Diese Synthesen des Methans aus anorganischem Material sind be-°nders interessant, weil man von ihnen alle Fettkörper ableiten kann.