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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Bestimmung des Schmelzpunktes.

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Atomgruppen besetzt sind, im Spiegel und bildet nun das Spiegel-bild durch ein Modell nach, so verhalten sich die beiden Modellezu einander wie eine rechtsgedrehte zur linksgedrehten Schraube.Was an einem rechts ist, ist am andern links, man kann siedurch Drehen oder Wenden nie zur Deckung bringen, sie sindund bleiben verschieden, wie Bild und Spiegelbild (Fig. 8).

Fig. 8.

Auf die Isomerie durch Doppelbindung, Tautomerie, intra-molekulare Atomverschiebungen und ähnliches wird erst spätereingegangen werden.

Bestimmung des Schmelzpunktes und des Siedepunktes.

Schmelzpunkt und Siedepunkt sind für die Indentiflzierungvieler Stoffe sehr wichtige Grössen. Nur chemisch einheitliche,krystallisierte Stoffe haben einen gut charakterisierten Schmelz-Punkt, bei amorphen Stoffen geht dem Schmelzen ein Weich-werden voraus. Der Schmelzpunkt eines krystallisierten Stoffeskann durch Verunreinigung herabgedrückt werden. Stoffe mitkleinem Molekulargewicht, z. B. Wasser, bewirken sehr erheb-'iche Herabsetzung des Schmelzpunktes, deshalb lässt das D. A. B.die zu untersuchenden Stoffe zuvor mindestens 24 Stunden imExsikkator über Schwefelsäure trocknen. Andererseits macht diegrosse Empfindlichkeit des Schmelzpunktes vieler Stoffe in Bezugauf Verunreinigungen die Bestimmung desselben zu einem zuver-lässigen Hülfsmittel für die Feststellung der Reinheit der frag-'ichen Stoffe.

Die Bestimmung des Schmelzpunktes wird in einem Kapillar-röhrchen von 1 mm lichter Weite vorgenommen. Bei den meistenStoffen verwendet man einerseits zugeschmolzene Kapillarröhrchen,ui Welche man die gut getrocknete, fein gepulverte Substanz ineiner etwa 1 cm hohen Schicht hineinbringt. Das so beschickte^ a Pillarröhrchen wird mittels eines Platindrahtes oder auch mittelseines von einem Schlauch abgeschnittenen Gummiringes an einem