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Osmotischer Druck.
Wasser.....(Sdp. 100°)
Xylol .....( „ 1400)
Benzoesäureaethylester ( „ 213°)Diphenylamin . . . ( „ 310°)
Die für den Versuch in einem Glasröhrchen abgewogeneSubstanz befestigt man mittels des Glasstäbchens c, das durch denGummischlauch d in dem Rohrstutzen h eingedichtet ist, in demoberen Teil von b und bringt die Heizflüssigkeit zum Sieden.Sobald Temperaturausgleich eingetreten ist, also aus i e f keineLuftblasen mehr entweichen, wird g mit Wasser gefüllt, überdas Ende von i e f gesetzt und durch Bewegen von c die Sub-stanz in den unteren, erhitzten Teil von b befördert, in denman zweckmässig etwas Asbest gebracht hat, um einer Zer-trümmerung von b durch das einfallende Glasröhrchen vor-zubeugen.
Die Substanz verdampft schnell und ihr Dampf drückt eindem seinigen gleiches Volumen Luft in das Gasmessrohr g, inwelchem sie sich auf die Temperatur der umgebenden Luft ab-kühlt. Diese Temperatur ist also zu bestimmen. Der Versuchliefert ein Volumen Luft, das so gross ist, wie das Volumen desDampfes der Substanz sein würde, wenn diese bei Lufttemperaturgasförmig wäre.
Als Beispiel für die Berechnung diene die Dampfdichtebestimmung desPyridins:
0,100 gr Pyridin lieferten 31,25 cc Luft bei 20° und 750 mm Barometerstand.= 28 cc Luft bei 0° und 760 mm Barometerstand.Nun ist die Dampfdichte D des Pyridins gleich dem Gewicht des Pyridin-dampfes (0,100 gr), dividiert durch das Gewicht des gleich grossen Vo-lumens Luft.
1 cc Luft im Normalzustand wiegt 0,001293 gr, 28 cc also 0,0362 gr,und es ist: 0,1
U 0,0362 '
Die Dichte des Pyridindampfes, auf Luft als Einheit bezogen, ist also2,76, und folglich das Molekulargewicht des Pyridins = 2,76.28,86 = 79,6,was hinreichend genau für die Formel C S H 5 N stimmt.
Bestimmung des Molekulargewichtes aus der Gefrierpunkts-erniedrigung und Siedepunktserhöhung *). ITalbdurchlässige Mem-branen besitzen die Eigenschaft, Lösungsmittel, aber nicht diedarin gelösten Stoffe durchzulassen. Erzeugt man in einer porösenTonzelle durch Eintauchen in Perrocyankalium- und darauf inKupfersulfatlösung eine aus Ferrocyankupfer bestehende halb-durchlässige Membran, bringt dann in die Zelle eine verdünnteSalzlösung und stellt die Zelle in Wasser, so diffundiert dergelöste Stoff nicht durch die Zelle. Taucht man die Zelle,
*) Nach Hollemann, Lehrb. d. organ. Chemie. Leipzig 18!)'.).