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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Bestimmimg des Molekulargewichts. 9

was hinreichend mit 100 °/ 0 zusammenfällt, um einen Gehalt anSauerstoff ausgeschlossen erscheinen zu lassen. Dividieren wirdiese Prozentzahlen durch die Atomgewichte, so erhalten wirfolgende Verhältniszahlen:

75,9 : 12 =6,31 für C

6,3 : 1,0076 = 6,25 ,. H17,6 : 14,04 = 1,25 N.Das Pyridin enthält alsoauf 6,31 Atome C 6,25 Atome H und 1,25 Atome Noder auf 5,04 Atome C 5,0 Atome H und 1 Atom N.

Wir können demnach für das Pyridin die Formel C 5 H 5 Naufstellen, können aber noch nicht behaupten, dass dieseFormel ein Molekül Pyridin repräsentiert, also die Molekular-formel des Pyridins ist. Verbindungen der Formel C 10 H 10 N Soder (C 5 H 5 N) würden genau dieselben Prozentzahlen ergeben,wie wir sie vom Pyridin bei der Analyse erhielten. Kurz, zurFeststellung der Molekularformel braucht man noch die Kenntniseiner anderen Grösse ausser der prozentischen Zusammensetzung,nämlich die des Molekulargewichts. Können wir ermitteln, dassdas Molekulargewicht des Pyridins etwa 79, nicht aber 2-79 odern-79 beträgt, wie es die Formeln C 10 H 10 N 2 bezüglich (C 5 H 5 N) nverlangen würden, so sind wir berechtigt, die Formel C 5 H 5 Nals die Molekularformel dieses Stoffes anzusprechen.

Bestimmung des Molekulargewichtes.

Durch das chemische Studium eines organischen Stoffesgelingt es vielfach, einen Wert zu ermitteln, der als Minimal-wert für das Molekulargewicht angesprochen werden darf. DemPyridin kommt, wie wir sahen, mindestens das Molekulargewicht"9 zu, weil das Molekül desselben nicht weniger als ein AtomStickstoff enthalten kann.

1 gr Camphersäure soll nach dem D. A. B. 10 cc N. KOHz lr Sättigung erfordern. Daraus ergibt sich das Molekular-gewicht der Säure mindestens gleich 100, dann nämlich, wenndieselbe einbasisch wäre. Nun kennen wir aber zwei Reihenv on Salzen der Camphersäure, normale und saure, so dass diesemindestens zweibasisch ist. Unter dieser Voraussetzung würdeoben erwähnte Titration das Molekulargewicht 200 ergeben.Die Camphersäure könnte aber auch vierbasisch sein und dasMolekulargewicht 400 besitzen, was sich auch noch mit der'bri metrischen Bestimmung und dem Verhalten bei der Salz-bildung vereinbaren liesse. Nun entsteht die Camphersäure aber