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Anorganische Chemie
Entstehung
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467
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Kalium.

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zu anderen Körpern stets gebunden, in Form von Salzen auf. Sie oxy-diren sich alsbald an der Luft und zerlegen das Wasser schon beigewöhnlicher Temperatur unter Wasserstoffentwickelung und Bildung vonOxydhydraten. Diese letzteren, auch fixe (feuerbeständige) Alkaliengenannt (Ammoniak: flüchtiges Alkali), besitzen die Eigenschaften starkerBasen, sind in Wasser mit alkalischer Reaction leicht löslich und ver-einigen sich mit den anorganischen und organischen Säuren zu gleich-falls wasserlöslichen Salzen. Die mit schwachen Säuren, wie Kohlen-säure, gebildeten Salze reagiren in wässriger Lösung gleichfalls alkalisch.Die chemische Energie dieser Substanzen wächst zugleich mit demAtomgewicht und Atomvolum, so dass Lithium und Natrium am we-nigsten rcactionsfähig sind (beispielsweise wird Natrium von trockenemChlor oder Brom nicht angegriffen), während die drei folgenden Grund-stoffe, namentlich das Caesium, mit der grössten Heftigkeit in sehr ver-schiedenartige chemische Processe eintreten. Hiermit in Zusammenhangsteht auch der mit wachsendem Atomgewicht sinkende Schmelzpunkt,sowie die leichter erfolgende Verflüchtigung.

Der Stellung im periodischen System entsprechend, weisen Kalium,Kubidium und Caesium in ihrem Verhalten und in allen ihren Verbin-dungen die grösste Analogie auf. Sie zeigen fast nur graduelle Unter-schiede, wie grössere oder geringere Lösh>hkeit der Salze u. s. w.; ihresauren weinsauren Salze und Chlorplatinate lösen sich nur schwer inWasser, während die Carbonate zorfliesslich sind. Rubidium und Caesiumzeichnen sich vor dem weniger positiven Kalium aus durch die Fähig-keit. Salze mit nicht weniger wie 5 Halogenatomen zu bilden, z. B.RbCLJ, CsBr 3 J 2 , CsJ 8 u. s. f.

Die Anfangsglieder der Gruppe, Lithium und Natrium, unterscheidensich in mehrfacher Hinsicht von (Kalium — Rubidium — Caesium),weisen dagegen unter einander enge Beziehungen auf. Ihre Platin-doppelsalze sind leicht löslich, dagegen ihre Carbonate durchaus luft-beständig. Das Lithium nimmt ausserdem eine Uebergangsstellungzwischen den Alkalimetallen und alkalischen Erdmetallen ein: währenddie Phosphate und Carbonate der Alkalimetalle sich leicht in Wasserlösen, sind die des Lithiums nur sehr schwer löslich, diejenigen der alka-lischen Erdmetalle fast ganz unlöslich.

66. Kalium.

K

$9-1.

Wie die übrigen Alkalimetalle findet sich das freie Kalium in derNatur nicht, da es sich sofort mit Sauerstoff und den Halogenen ver-einigt, dagegen trifft man es gebunden in grosser Verbreitung in denSilicaten, besonders im Feldspath (s. d.) und Glimmer (s. d.); durchZersetzung derselben entsteht ein unlösliches basisches Thonerdesilicat,der Thon, während die Kalisalze ausgelaugt werden und in die Ge-wässer, sowie in den Ackerboden übergehen. Aus letzterem gelangen

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