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Oxyde des Baryums.
Erhitzen mit starkem Glänze und zersetzt das Wasser mit grosser Ener-gie (Ba -j- 2 H 2 0 = Ba(OH) 2 -f- H 2 ). Das Spectrum des Baryums(vgl. d. Spectraltafel) ist das complicirteste unter den Spectren der Al-kalimetalle und alkalischen Erden; der grünen Flammenfärbung ent-sprechend enthält es mehrere grüne und daneben noch orangene undrothe Linien.
Baryumwasserstoff, Ba 4 H 4 , bildet sich beim Glühen von möglichst reinemBaryumoxyd mit Mg in einer Wasserstonatmosphäre, wobei 95 Proc. des Baryums sichmit Wasserstoff verbinden. Das Product bildet eine hellgraue gesinterte Masse, mit mehrals 70 Proc. Ba 4 H 4 ; es wird durch Wasser stürmisch unter Wasserstoffentwickelung, undbeim Erhitzen in Sauerstoff unter heftiger Entzündung zerlegt.
Sauerstoffverbindungen des Baryums.
Baryumoxyd, Baryt, BaO. Durch schliesslich sehr heftigesGlühen des Nitrats als amorphe Masse, oder in kleinen Würfeln; beimErhitzen des Barythydrats auf Weissglühhitze in Nadeln vom spec.Gew. '5'32. Schmilzt im elektrischen Ofen etwas leichter als Kalk.
Baryumoxy dhydrat, Barythydrat, Ba(OH 2 ). Baryumoxydlöscht sich mit Wasser unter starker Wärmeentwickelung zu Baryt-hydrat, welches in kaltem Wasser nur wenig (in ca. 20 Thln.), in heissemsehr leicht löslich ist, und sich beim Erkalten seiner warmen, concen-trirten Lösung als Hydrat Ba(OH) 2 -f- 8 H 2 0 abscheidet. 7 H 2 0 ent-weichen leicht, das 8. Mol. bei 100°; in Rothglut schmilzt das Baryt-hydrat Ba(OH) 2 unzersetzt, um beim Erkalten krystallinisch zu erstarren.Die wässrige Lösung, Barytwasser, reagirt alkalisch und absorbirtaus der Luft begierig C0 2 , indem eine weisse Fällung von Baryumcar-bonat entsteht. Als starke Base findet Barythydrat Anwendung zuanalytischen Zwecken etc.
Bai'yumsuperoxyd, Ba0 2 . Dieses Präparat wurde von seinenEntdeckern, Gay-Lussac und Thönard, bereitet, indem dieselben beiDunkelrothglut über Baryt einen Strom von Sauerstoff oder getrockneterLuft leiteten. Dasselbe ist ein fester, grauweisser, in Wasser unlös-licher Körper, der im Vacuum seinen Sauerstoff schon bei etwa 450°wieder abgibt, unter gewöhnlichem Druck erst bei heller Rothglut; das
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regenerirte Baryumoxyd hat indessen von seiner Fähigkeit, Sauerstonzu absorbiren, erheblith verloren, und büsst dieselbe bei öfterer Wieder-holung des Verfahrens allmählich ganz ein. Ein Hydrat, Ba0 2 -\- 8 H 2 0,erhält man am besten rein, wenn man das obige, rohe Superoxyd femzerrieben in verdünnte Salzsäure bis zu deren Neutralisation einträgt,diese Lösung zur Ausfällung der Verunreinigungen (Eisenoxyd, Thon-erde etc.), zunächst mit wenig Barytwasser versetzt, und in das klareFiltrat, zum Wasserstoffsuperoxyd, concentrirtes Barytwasser so langehineingibt, als noch eine krystallinische Ausscheidung von Ba0 2 -(- 8 HaOerfolgt. Trocknet man das Hydrat bei 130°, so bleibt reines Baryum-superoxyd zurück. Baryumsuperoxyd lässt sich auch direct aus Baryum-carbonat fabriciren.
Neuerdings geschieht die Herstellung von Sauerstoff mittels Ba0 2 fabrikmiissigin folgender Weise: Poröser, aus Baryumnitrat hergestellter Baryt wird in stehenden
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