Baryum.
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Strontiiimcarbonat. C0 3 Sr. In rhombischen Krystallen, isomorphmit Arragonit, findet sieh das Strontiumearbonat an verschiedenen Stellenals Strontianit. Aus Strontiumlösungen erhält man es als in Wasserunlöslichen weissen Niederschlag durch Fallung mit gelösten Carbonaten.Das Strontiumearbonat verliert sein Kohlendioxyd schwieriger, wie dasCalciumcarbonat; vollständig erst bei Weissglut. Mit einer Salmiaklösunggekocht, geht es in Strontiumchlorid über.
Der Nachweis des Strontiums geschieht mit Hilfe des Carbonats und Sulfats, sowieder rothen Flammenfärbung-. Vom Calcium lässt es sich trennen, indem man das Gemischder Nitrate mit Aetheralkohol behandelt, der nur das Calciumnitrat aufnimmt. Zur quan-titativen Abscheidung des Strontiums benutzt man das unlösliche Carbonat, sowie auchdas bei Gegenwart von Alkohol ganz unlösliche Sulfat.
65. Baryum.
Ba = 137-43.
Die Aufmerksamkeit wurde dem natürlichen Baryumsulfat, demSchwerspath, S0 4 Ba, bereits im Jahre 1603 zugelenkt, nachdem einBologneser Schuhmacher Casciorolo, zufällig beobachtet hatte, dassdas Mineral, in welchem er Silber enthalten glaubte, nach dem Glühenseines Pulvers mit Kohle zwar nicht das Edelmetall lieferte, wohl abereine Substanz (BaS), welche die Eigenschaft hatte im Dunkeln zu leuchten.Die obige Zusammensetzung des „Bologneserspaths", wie man denSchwerspath zuerst genannt hatte, wurde nach manchen Bemühungenerst erkannt, als Scheele 1774 bei seiner Untersuchung des Braunsteinsdie Baryterde entdeckt und als eigentümliche, vom Kalk in ihrenEigenschaften abweichende Erde charakterisirt hatte. Nachdem man beidieser Veranlassung das Baryumcarbonat, CO,Ba, durch Fällung aufnassem Wege erhalten und sein wahrscheinliches Vorkommen in derNatur, übnlich dem des Arragonits oder Kalkspaths, vorausgesagt hatte,entdeckte Withering 1783 ein jene Bestandteile enthaltendes Mineralbei Leadhills in Schottland, welches dann Witherit genannt wurdeund neben dem Schwerspath ein Hauptvorkommen des Baryums in derNatur bildet. Der Name B a r y u m ist dem GriecHiechen (ßapuc, schwer)entlehnt.
Das metallische Baryum ist schwer darzustellen; es wird inForm seines Amalgams aus dem Baryumchlorid durch Elektrolyse beiGegenwart von Quecksilber gewonnen, oder als messinggelbes Metall ausgeschmolzenem Baryumchlorid bei Gegenwart von Salmiak. Leichtererhält man das gegen Wasser nicht sehr empfindliche Baryumamalgamdurch Eintragen von 4—6 Proc. Natriumamalgam in eine gesättigte,wässrige, auf etwa 90° erhitzte Chlorbaryumlösung; das feste, krystalli-nisebe, silberglänzende Baryumamalgam wird in einem Wasserstoffstromerhitzt, wobei quecksilberhaltiges Baryum zurückbleibt. Das metallischeBaryum vom spec. Gew. 375, ist noch schwerer schmelzbar als Guss-eisen, an der Luft oxydirt es sich sehr rasch von selbst, verbrennt beim
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