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Mangangruppe.
Ammoniak dargestellt. Aehnliche wohl charakterisirte Substanzen vontheoretischem Interesse liefern auch die anderen Platinmetalle.
Seine Eigenschaften sowie die Niederschläge von Kaliumplatinchloridund Ammoniumplatin chlorid machen das Platin sehr leicht kenntlich.Gewogen wird es stets in metallischem Zustande.
Gruppe Vlla. Mangangruppe.
Das Mangan zeichnet sich vor anderen, ihm in mancher Beziehungähnlichen Metallen durch die Mannigfaltigkeit der Verbindungsformenaus, die es mit Sauerstoff zu liefern vermag. Man kennt insbesondereManganoxydul MnO, Manganoxyd Mn 2 0 3 , Manganoxyduloxyd Mn 2 O s .MnO, Mangansuperoxyd Mn0 2 , Mangantrioxyd MnO s , Uebermangsäureanhydrid Mn 2 0 7 . Von den übrigen Elementen sind es nur
die
Halogene, die eine gleiche Anzahl von Oxydationsstufen liefern. Dasin mehrfacher Hinsicht so verschiedene Verhalten des Mangans und derHalogene Hess jedoch an eine Nebeneinanderstellung dieser Elementekaum denken, bis durch die periodische Classification das Mangan geradezuin die Verticalgruppe der Halogene hineingestellt worden ist. Dadurchwurde man nun auf die Aehnlichkeit besonders der höchsten Oxyda-tionsstufe des Mangans mit der entsprechenden des Chlors aufmerksam:in dem Uebermangansäureanhydrid, Mn 2 0 7 , und in der Uebermangan-säure, Mn0 4 H, ist das Mangan siebenwerthig gegenüber dem Sauerstoffganz wie das Chlor in der Ueberchlorsäure. Und wie die letztere sichaus dem Chlor unter geeigneten Bedingungen vorzugsweise bildet, hatauch das Mangan die ausgesprochene Tendenz, wenn möglich stets indie Form der Uebermangansäure oder in deren Salze überzugehen.Ferner sind diese letzteren, die Permanganate, isomorph mit den ttber-chlorsauren Salzen oder Perchloraten. Wie die Ueberchlorsäure, gi' J,;auch die Uebermangansäure ihren Sauerstoff leicht an oxydirbare Sub-stanzen ab; es unterscheidet sich von dem Chlor das Mangan jedochdadurch, dass es hierbei als basenbildendes Element in Gegenwart starkerSäuren Manganoxydulsalze, wie MnS0 4 , liefert. Ueberhaupt wird dieUebereinstimmung des Mangans mit dem Chlor in den niederen Oxy-dationsstufen immer geringer und verschwindet unten, abgesehen vonder gleichen typischen Fonuulirung der correspondirenden Verbindungen,fast ganz. Dagegen zeigt das Mangan in seinen Oxydul- und Oxyd-verbindungen, sowie in der Mangansäure vielfache Aehnlichkeit mitden beiden ihm benachbarten Elementen Chrom und Eisen, resp. derenentsprechenden Verbindungen.
Das System weist mehrere Lücken auf, indem man Elemente, diesich als Homologe an das Mangan anschlössen, bis jetzt nicht mit Sicher-heit kennt. Vielleicht ist das Samarium (s. u.) dazu berufen, eine dieserLücken auszufüllen; bei der geringen Kenntniss, die man bis jetzt vondiesem Elemente hat, ist das jedoch bis jetzt noch völlig unsicher.