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Kupfersalze.
Kupfer bildet sich diese Verbindung an feuchter Luft als Grünspan-Ein blauer Niederschlag CuC0 3 .Cu0 2 H 2 .H 2 0 wird durch Alkalicarbo-nate aus Kupferlösungen gefällt. 2) Kupferlasur, 2 CuC0 3 .Cu0 2 H 2 ,azurblaue monocline Prismen, auch künstlich darstellbar.
Kupfersulfat, Kupfervitriol, CuS0 4 + 5H 2 0. Entsteht beimAuflösen von Kupfer in concentrirter Schwefelsäure
Cu + 2 S0 4 H 2 = CuS0 4 + S0 2 + 2 H 2 0.Wird im Grossen durch vorsichtiges Rösten von Kupferkies, dem künst-lichen Kupferstein (s. o.) oder Schwefelkupfer in Flammöfen, Auslaugenmit Wasser und Eindampfen zur Krystallisation gewonnen. Der Kupfer-vitriol bildet grosse blaue Krystalle, CuS0 4 -4- 5 H 2 0, ausgezeichneteFormen des triclinen Systems (Fig. 98, S. 214); vom Salz lösen sich in100 Theilen Wasser bei 0° = 32 Theile, bei 100° = 203 Theile; inAlkohol ist es unlöslich. An trockener Luft verliert der Kupfervitrioldurch Verwitterung langsam 2 H 2 0, bei 100° 4 H 2 0, das fünfte Wasser-molecül entweicht erst gegen 250°. Das wasserfreie Salz bildet einweisses, hygroskopisches Pulver, das sich unter Wasseraufnahme blaufärbt, weshalb es u. a. zum Nachweis kleiner Wassermengen im Alkoholoder zum vollständigen Trocknen desselben dient. Kupfervitriollösung'findet in der Galvanoplastik ausgedehnte Verwendung.
Mit den Alkalisulfaten liefert der Kupfervitriol monocline Doppel-salze, wie z. B. Kaliumkupfersulfat, CuS0 4 .K 2 S0 4 -f-6 H 2 0, iso"morph mit den analogen Mngnesiasalzen.
Aus der tiefblauen, concentrirten Lösung des Kupfervitriols in über-schüssigem Ammoniak scheiden sich, besonders nach Schichtung mitAVeingeist, rhombische Krystalle (CuS0 4 -f 4NH 3 -f H 2 0) aus; bei 150verwandeln sich dieselben in ein grünes Pulver CuS0 4 -f- 2 NH 3
= S0 4 <^>Cn.
Phosphate und Arseniate des Kupfers finden sich in derNatur; auch Kupfersilicat, CuSi0 3 -j- H 2 Ü, kommt als Di opt» sin grünen hexagonalen Krystallen vor.
Schwefelverbindungen des Kupfers.
Kupfersulfür, Cuprosulfid, Cu 2 S, bildet den in sechsseitigenrhombischen, glänzenden, bleigrauen Tafeln krystallisirenden Kupfer-glanz. Es entsteht künstlich beim Verbrennen des Kupfers in Schwefel"dampf, sowie beim Erhitzen des Kupfersulfids bei Luftabschluss odebesser in einem Wasserstoffstrome. Kupfersulfür ist dimorph, denn da»in höherer Temperatur geschmolzene Sulfür erstarrt beim langsameErkalten zu regulären Krystallen. Mit Eisensesquisulfid vereinigt esich zu den natürlichen Vorkommnissen des Kupferkieses, Fe 2 S ; c ( - ,u 2und des Buntkupfererzes, Fe 2 S 3 .3Cu 2 S (s. o).
Kupfersulfid, Cuprisulfid, CuS, wird durch Fällen vonKupfcrsalzen mit Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium » ^schwarzer, amorpher Niederschlag erhalten, der sieh in feuchtem f&stände an der Luft leicht zu Kupfersulfat oxydirt, in Schwefelammonium