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Anorganische Chemie
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Silber.

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ein -wenig, dagegen nicht in Schwefelalkalien löslich ist. Sein Vorkommenals hexagonaler Kupferindig ist ein sehr seltenes.

Ein Kupfernitrid. Cu u N 2 , erhält man aus gefälltem Kupferoxydund Ammoniak bei 250°. Kupferphosphid, Cu 6 P 2 , aus PH 3 undCu 2 Cl 2 , oder aus Kupfer und Phosphor bei Rothglut, als silberweisse bisgraue, metallglänzende spröde Masse; ein Phosphid, Cu 3 P 2 , aus PH 3und CuCl 2 als grauschwarzes, metallisches Product; u. s. w. Ebensokennt man mehrere Arsenide, die theils als Mineralien auftreten, theilskünstlich darstellbar sind.

Die tiefblaue Lösung der Kupferoxydverbindungen in überschüssigem Ammoniak,der mit Ferrocyankalium in saurer Lösung entstehende Niederschlag von FerrocyankupferSl| id leicht erhältliche und empfindliche Eeactionen, wolche das Vorhandensein desKupfers anzeigen. Die Kupferverbindungen liefern, mit Soda und reducirendem Cyan-kalium auf einer Kohle erhitzt, kupferrotho Metallflitter, von denen man die kleinstenSpuren durch Schlämmen der geschmolzenen Masse im Achatmörser mit Wasser auffindenkann. Zur Trennung des Kupfers von anderen Metallen fällt man zunächst in saurerLösung das Sulfid aus, löst in Salpetersäure, schlägt Silber mit Salzsäure, Blei mit Schwefel-säure, Wismuth durch Ammoniak nieder und scheidet zuletzt noch, wenn nöthig, dasTupfer vom Cadmium, indem man das letztere in der mit Cyankalium versetzten Lösungdurch Schwefelwasserstoff ausfällt. Zum Zwecke der quantitativen Bestimmung führt"ian das Kupfer in Metall, Oxyd oder Sulfür über.

33. Silber.

Ag = 107-93.

Das Silber, welches in der Natur häufig gediegen in regulärenKrystallformen vorkommt, gehört zu den am längsten bekannten Metallen(alte Münzen und Geräthe); in älteren Sprachen deutet seine Bezeich-nung auf die schöne weisse Farbe, so besonders in der griechischen(,«pyo; weiss; i'pYupo; Silber, lat. argentum). In Form von Erzen findet'Uan das Silber theils mit Schwefel (oder Tellur) oder anderen Sulfidenvereinigt, theils mit Arsen, Antimon, Quecksilber u. s. w.; die wich-tigsten mineralischen Vorkommnisse des nicht gediegenen Silbers sind:^llberglanz. Ag 2 S, Kupfersilberglanz, Cu 2 S.Ag 2 S, dunkles^othgültigerz, 8b,Sg.3Ag g S, Schwarzgültigerz, Sb 3 S 3 .5 Ag 2 S,^.oiybasit, As 2 S 3 .9Ag 2 S mit Kupfer- und Antimongehalt, Horn-Sl lber AgCl. Auch im Meerwasser findet sich das Silber in Lösung.

Die Alten gewannen das Silber aus seinen Erzen, indem sie es mit Blei auszogenu od dann von letzterem schieden, eine Methode, zu der man wohl durch die Verarbei-tung des silberhaltigen Bleiglanzos geführt wurde. Dieses Verfahren auf trockenem WegeWe ndet man noch jetzt in Europa an; am leichtesten wird das Silber aus seinen Erzendurch Zusammenschmelzen mit Blei odor Bleioxyd frei gemacht, indem das Edelmetall*& seinen Verbindungen durch Blei ersetzt (Ag 2 S -f- Pb = PbS -f- 2 Ag) und von demKeiüberschuss unter Bildung von silberhaltigemWerkblci" aufgenommen wird; mankann aber auch die Silbererze oder silberhaltigen Hüttenproducte unter Zuschlag von"leierzen denjenigen Schmelzmethoden unterwerfen, welche zur Gewinnung des Bleisdienen, wobei man gleichfallsWerkblei" erhält. Aus letzterem, wie es namentlich ausSilberhaltigem Bleiglanz resultirt, lässt sich Silber in verschiedenartiger Weise gewinnen: