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Anorganische Chemie
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Kupfer.

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Beim Kochen zersetzt sich die Lösung (2NaSH = Na 2 S -j- H 2 S\ Dientwie Natriumsulfid zu Keductionen.

Man kennt Poly sulfide des Natriums mit 2 bis zu 5 Schwefel-atomen; das Pentasulfid Na 2 S 5 bildet sich beim Eintragen von Natriumin die berechnete Menge geschmolzenen Schwefels.

Dio.Natriumverbindungen sind durch die gelbe Färbung-, die sie der nichtleuch-tenden Flamme ertheilen, sowie durch die gelbo Doppellinie D des Spectrums mit dergrössten Leichtigkeit noch in den allergeringsten Spuren erkennbar. Bei nicht sehr starkerVergrößerung des Spectrums nimmt man diese gelben Linien als nur eine scharf begrenzteund ausserordentlich helle Linie wahr; bei hoher Flammentemperatur und grösseren Sub-stanzmengen zeigen sich in der Umgebung dieser Linie Spuren eines continuirlichenSpectrums (vgl. d. Spectraltafel). Gewichtsanalytisch bestimmt man das Natrium in derKegel in Form von Natriumsulfat.

32. Kupfer.

Cu = 63-6.

Bas Kupfer gehört zu den häufiger vorkommenden Schwermetallenund findet sich in der Natur nicht bloss in Verbindung mit Sauerstoffund Schwefel, sondern namentlich auch in gediegenem Zustande, wes-halb es am frühesten unter allen Metallen benutzt wurde. Die Bezeich-nungen -/aX/.os und a e s gab man im Alterthum sowohl dem Kupfer, alsa uch dessen Legirungen mit Zinn (Bronze) und Zink (Messing). Dießömer bezogen ihr Kupfer aus Cypern alsaes cyprium" oder einfachnCyprium", woraus später cuprum wurde. Als rothgefärbtes Metall,das der mannigfaltigsten Bearbeitung unterworfen werden kann, nahmdas Kupfer von jeher eine ganz besondere Stellung ein. Indem es sichdem Natrium durch seine Stellung im periodischen System eng anschliesst,ze igt es ein hervorragendes electropositives Verhalten (wie auch Silberund Gold) in Bezug auf die physikalischen Eigenschaften; dem-gegenüber steht das weiter unten zu behandelnde, in chemischerHinsicht ausgezeichnet electropositive Kalium (sammt Rubidium undCaesium).

Das gediegene Kupfer krystallisirt regulär, in Octaedern oderWürfeln und anderen, häufig stark verwachsenen und verzogenen Formenv,) m spec. Gewicht 8"58'9 und wird namentlich in Cornwallis, Schweden,Ural, Sibirien, China, Japan sowie neuerdings in bisweilen enormenBlöcken am Lake Superior angetroffen. Es enthält gewöhnlich keine°der doch nur geringe Beimengungen (Silber, Wismuth, Blei). Die wich-tigsten Kupfererze sind: der Kupferkies, Fe 2 S 3 .Cu 2 S, in quadratischenOctaedern und Tetraedern, messinggelb oder auch bunt angelaufen;Buntkupfererz,Fe 2 S 3 . 3Cu 2 S; Kupferglanz Cu 2 S;Rothkupfer-e rz Cu 2 0; Malachit, CuCO s -f CuO ä H 2 ; Kupferlasur, 2 CuC0 3~h Cu0 2 H 2 ; zur Kupfergewinnung dienen auch kupferhaltige Eisen-kiese.