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Natriumsalze.
oder weniger leicht löslichen Natriumsalzen, so schwer löslich ist, dasses sich zum Nachweis des Natriums auf nassem Wege eignet.
Natriumsilicat, kieselsaures Natron, Si0 3 Na 2 -f- 8 H 2 0-Beim Eindampfen von 1 Mol. amorphem Kieselsäureanhydrid mit 2 Mol.Natronhydrat und starker Abkühlung der concentrirten Lösung in mo-noclinen Krystallen, die man nach dem Umkrystallisiren in grossenFormen erhält. Als Natron Wasserglas bezeichnet man glasartigeamorphe Polysilicate, die durch Schmelzen von Quarzpulver oder Sandmit Soda und etwas Holzkohle erhalten werden, z. B. 4Si0 2 .Na 2 0.Dieselben lösen sich pulverisirt in kochendemFig. 134. Wasser zu einer zähen Flüssigkeit auf. Das
Wasserglas wird zum Imprägniren von Holz undStoffen, sowie mit Kalk, Magnesia, Zinkoxyd etc.zusammen zur Herstellung von Steinkitten benutzt.Natriumborate. Dieselben wurden beider Borsäure (S. 288) im Allgemeinen besprochen.Das wichtigste dieser Salze ist der Borax, dersich in verschiedenen Seen Asiens und Amerikasin Autlösung findet oder auch an deren Ufernals Tink a rB 4 0 7 Na 2 -f 10 H 2 0 (oder B0 2 Na +B0 2 H -4- 47 2 H 2 0) "in grossen, durchsichtigenmonoclinen Prismen (Fig. 134) auskrystallisirt ist.Derselbe wird jetzt fast nur aus toscanischer Bor-säure durch Sättigen mit Sodalösung gewonnen und krystallisirtunter gewöhnlichen Bedingungen monoclin mit 10, in der Wärmeoder aus übersättigter Lösung regulär oetaedrisch, mit 5 Mol. H 2 Ö-Bei 15° löst er sich in ca. 16, bei 100° in 0"5 Theilen Wasser. Er-hitzt man ihn, dann verliert Borax sein Krystallwasser, schmilzt bei880° und nimmt wie das Metaphosphat (s. o.) Metalloxyde unter Bildungvon Doppelboraten auf, die für viele Metalle charakteristische intensiveFärbung besitzen. Daher findet auch Borax in der analytischen Chemiezu Löthrohrversuchen häufige Verwendung; er dient als Flussmittelbeim Schmelzen und Löthen der Metalle, indem er die Löthstelle vonMetalloxyden frei hält.
Schwefelverbindungen des Natriums.
Natriummonosulfid, Na 2 S. Durch Reduction von Natriumsulfatim Wasserstoffstrom oder mit Kohle (vgl. Soda); auch beim Ueberleitenvon H 2 S über grob zerstossenes Natronhydrat. Blassrothe amorpheMasse; zerfliesslich und in Wasser leicht löslich, aber nicht in Alkoholund Aether; in reinem Zustande unschmelzbar. Natriumsulfid krystallisirtaus Wasser und Weingeist in verschiedenen Hydratformen, gewöhnlichin quadratischen Oktaedern Na 2 S-|-9H 2 0.
N a t r i u m s u 1 f h y d r a t, NaSH, entsteht in wässriger Lösung durchvollständiges Sättigen von Natronlauge mit H 2 S; lässt sich am vortheü-haftesten aus Calciumsulfid (Sodariickstände) und Mononatriumsulfat(neben Salpetersäure erhalten) darstellen, und bildet sich aus CaS mder Kälte nach der Endgleichung: CaS -j- NallSO,, = NaHS + CaS0 4 .