Mag-nesiumverbindungen.
Sauerstoffverbindungen des Magnesiums.
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Magnesiumoxyd, Magnesia (Bittererde, Talkerde), MgO. Ent-steht beim Verbrennen des Magnesiums und wird gewöhnlich durchGlühen des Hydroxyds oder basischen Carbonats (der magnesia alba),sowie aus Salzen mit flüchtiger Säure erhalten. Das Magnesiumoxydbildet so (als magnesia usta) ein lockeres weisses, unschmelzbaresPulver vom spec. Gew. 32; das letztere wird durch Erhitzen des Oxydsauf Weissglut bis 3-65 gesteigert. Im elektrischen Ofen schmilzt Ma-gnesia noch schwieriger als Kalk und bildet nach dem Wiedererstarrensehr schöne Krystalle. Magnesia bläut zwar angefeuchtetes Lakmus-Papier, ist aber in Wasser nahezu unlöslich; in Berührung mit dem-selben geht sie langsam in's Oxydhydrat über und absurbirt Feuchtig-keit und Kohlendioxyd auch aus derj-'Uft. Magnesia dient zur Verfertigungoasischer feuerfester Ziegel, Stifte (die inder Knallgasflamme starkes Licht aus-geben), Tiegel etc. Locker gebrannteMagnesia wird medicinisch zur Bindungder Mangansäurc verwendet.
Mägnesi unioxydhydrat,Mg(OH) 2 ,wird durch Alkalien aus gelösten Magne-siumsalzen als weisser, amorpher Nieder-schlag erhalten, der sich in Wasser fast ^^^^^^^^^^^^^^^^^nicht löst. Von Ammoniaksalzen wird
das Hydrat aufgenommen, indem lösliche Doppelsalze entstehen. BeimErhitzen verliert Mg(OH> 2 das Wasser erst in höherer Temperatur.
Halogenverbindungen des Magnesiums.
Magnesiumfluorid, MgFlj, kommt in Savoyen in farblosen,quadratischen, unlöslichen Krystallen (Sellait) vor. die sich aus deramorphen Form auch durch Umschmelzen mit NaCl erhalten lassen.
Magn es in m chlorid, MgCl 2 , findet sich im Meerwasser, in Sool-quellen, in Salzlagern mit anderen Sal/.en zu Doppelverbindungen ver-einigt. Aus seiner stark concentrirter wässrigen Lösung erhält manzerfliesslicbe, monocline Krystalle MgCl 2 -f- 6 H a O. Versucht man dieses«alz bei höherer Temperatur zu trocknen, dann zersetzt es sich theil-Weise: MgCl 2 -j- H 2 0 = 2 HCl -f M g°- Fü g* man . der Lösung jedochChic ' '"" . « •■
'orammonium zu
bildet sich das rhombische Doppelsalz
%C1 2 ,NH 4 C1 4- 6H 2 0, welches beim Erhitzen und Glühen reines MgCl^bt. Diese blättrig krystalünische, sehr hygroskopische Masse schmilztb ei 708° und verflüchtigt sich in einer Wasserstoffatmosphäre unver-ändert bei noch höherer Temperatur.
Das dem Ammoniumdoppelsalz entsprechende zerfliesshchc rhom-bl8 che Kaliumdoppelsalz findet sich in Salzlagern (Stassfurt) als Car-nft Hit, MgCl a KCl 4- 6 II, < >, dem Material für die Industrie der Kalisalze
Magnesiumbromid, MgBr 2 , und Magnesiumjodid "- rsm d i m Meerwasser und zahlreichen Salzsoolen enthalten.
MgJ 2
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