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Anorganische Chemie
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255
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Allgemeines über die Elemente der Stickstoffgruppe.

255

Atomge-wichte

Spec. Gewicht

Schmelz-punkt

Siedepunkt

unter gew.

Druck

Färbung'

Stickstoff

Phosphor

Arsen

Antimon

Wismuth

14-04310375-1119-92089

0'885 (flü3sig,-i94")gew.l-83;rhomboedr.2-34rhomboedr. 5-727rhomboedr. 6-8rhomboedr- 9*83

-f 44-4°

our unter Druck

+ 430°

194-4°

+ 278°ea. 450°

farblos

golb

stuhlgrau,glänzend

gegen 1300° weiss, silberglänz.

208° gegen 1G00» röthlich weiss

Viin den fünf Gliedern der Gruppe zeigen namentlich Phosphor,Arsen und Antimon unter einander die grösste Aehnlichkeit. Ihnengegenüber nimmt wiederum das erste Glied, der Stickstoff, durch seinWeit stärkeres elektronegatives Verhalten eine Sonderstellung ein. Anderer-seits gehört das Wismuth schon nahezu ganz zu den metallischen, basen-oildenden Grundstoffen und besitzt auch völlig das Aussehen eines Metalles,obwohl es von diesen durch einzelne seiner Eigenschaften, z. B. seineSprödigkeit, noch abweicht.

I>as Wismuth ausgenommen vereinigen sich diese Elemente mitWasserstoff zu Hydriden vom Typus RH 3 : NH 3 , PH 3 , AsH 3 , SbH 3 ;uie erste dieser Substanzen, das Ammoniak NH,, ist die beständigste.Während sich Sbll, äusserst zersetzlich zeigt. NU., vereinigt sich mitfeäurehydralen zu den ziemlich beständigen Ammoniumsalzen, die Salzedes PH 3 sind leicht zerlegbar, Asll., sowie SbH 3 bilden keine Salze.

Für den Stickstoff erhält man mit den Halogenen nur auf indirectemWege sehr explosive Verbindungen; leicht treten dagegen die anderen>dieder der Gruppe mit Fluor, Chlor, Brom und Jod zu beständigerenj rodueten zusammen. In diesen letzteren erscheinen die ElementaratomeJe nach Umständen drei- oder fünfwerthig; so kennt man PF1 3 und PF1-,.1 h und PCL, etc. Wasser zersetzt die meisten dieser Substanzen.

Mit Sauerstoff bilden der Stickstoff und die übrigen ElementeUx ydreihen, die von R 2 0 (wie Stickoxydul, N.,0) bis zu R 2 0 5 (wie Sal-petersäureanhydrid N,,Or,) aufsteigen, aber nicht durchweg vollständig'ß Ra - «alzbildende Eigenschaften haben namentlich die Oxyde ll.,0 3 und^aOöj sowie deren Hydrate. Diese letzteren spalten leicht Wasser ab:statt des normalen Hydrats N0 5 H 5 kennt man nur die Salpetersäurep^H, statt desjenigen PO ö H 5 nur die sogenannte normale Phosphorsäurei<J 4 H 3 und auch diese liefert unschwer unter weiterem Wasseraustritt^yrophospliors.inre I\,0 7 H 4 und Metaphosphorsäure PO,H. Von demHydrat N(OH) 3 leitet sich durch Wasseraustritt salpetrige Säure, resp.deren Salze ab. Das Oxyd Bi 2 O a des Wismuths und sein Hydrat zeigenbereits ausschliesslich basisches Verhalten.

Gegen Wasserstoff scheinen die Elemente constant drei wer th ig"£ u sein, in ihren anderen Verbindungen zeigen sie dagegen einen schonbei den einfachsten chemischen Processen hervortretenden Wechsel der"erthigkeit, wobei indessen die Tendenz zur Aeusserung der Fünf-Werthigkeit, entsprechend der Stellung in Gruppe V des periodischenSystems, in der Regel hervortritt.