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Anorganische Chemie
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Krystailographisches.

kel, unter denen sich dieselben schneiden, völlig constant. Man stelltauch hier in Ermangelung einer natürlichen Hauptaxe die Krystalle in

Fig. 95.

Fig. 96

Fig. 97.

der Richtung der grüssten Ausbildung ein. Schon die tricline PyramideP wird von 4 ungleichartigen Dreiecken begrenzt und das tricline Prisma,

Fig. 98.

Fig. 99.

sowie die Domen oo P zerfallen in zwei von einander unabhängigeFormen. Fig. 98 zeigt die Krystallform des Kupfervitriols, Fig. 99diejenige des unter schwefligsauren Kalks.

Isomorphismus und Dimorphismus.

Unter Isomorphismus (gleicher Gestaltung) versteht man dieFähigkeit verschiedenartiger Substanzen, in übereinstimmenden Krystall-formen aufzutreten; es ist das meistens der Fall bei solchen Substanzen,deren chemische Constitution eine ähnliche ist. Isomorph sind bei-spielsweise phosphorsaures Natron und arsensaures Natron; isomorphsind die schwefelsauren Salze des Zinkoxyds, der Magnesia, des Nickel-oxyduls, der selensauren Magnesia; isomorph sind kohlensaurer Kalk,Manganoxydul, Eisenoxydul, Magnesia, Zinkoxyd u. s. w. Isomorphsind aber auch viele Salze des Kaliums mit solchen des Ammoniums,