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Chloroforms ab und ist nicht dauernd. Es ist derselbe Prbcesa,als wenn auf den nervus isehiadicus Chloroform applicirl wird. DieLähmungserscheinungen boren mit dem Verschwinden des Chloro-forms auf. Da das Chloroform durch die Lungen wieder ausge-schieden wird, so muss auch eine Rückkehr der Function dieserNerveneentra stattfinden, w y elchc Rückkehr aber je nach dem Quan-tum des von den Centren zu entfernenden Chloroforms eine ver-schiedene Dauer erfordert. Die Herzactionen hören in Folge dersistirten Respiration auf. Versuchen wir nun die Respiration künstlichzu unterhalten, bis die erlösten Centren dieser Function wieder vor-stehen können, so wird auch das Herz zu pulsiren fortfahren. Dadie Dauer, in welcher die Function der Nervcnccntren wiederkehrt,verschieden ist je nach dem Quantum des Chloroforms, wir aberdieses letztere nie genau bestimmen können, so dürfen wir von derkünstlichen Respiration nie zu frühe abstellen. Wie lange t\cv Herz-puls hinausgezogen werden kann, davon ein eclatantes Beispiel.Bei einem Kaninchen der 7. Reihe (pag. 20) wandte ich nachSistirung der Athembewegungen künstliche Respirationsversuchean und steckte zu diesem Bebufe das eine Ende eines Schlaucheszwischen die Zähne des Tbieres, während ich in das anderedie Spitze eines Blasebalges befestigte. Nachdem ich 10 Mi-nuten lang die Respiration ohne Erfolg unterhalten hatte, öffneteich die Trachea, brachte eine Canülc in dieselbe und begannnun von neuem die Respiration nachzuahmen, ich machte dieTracheotomie in dem Glauben, dass auf die erste Weise nichtLuft in genügender Menge in die Lungen eingetreten sei. Nach-dem ich wiederum während einer Viertelstunde unausgesetztdie Respiration unterhalten hatte, ohne dass eine normale Athem-bewegung eingetreten war, unterliess ich das Experiment undschritt zur Section. Bei dem ersten Schnitte strömte mir dasBlut einer durchschnittenen Arterie entgegen. Offenbar agirtedas Herz in diesem .Momente noch, obgleich die künstlicheRespiration 25 Minuten gedauert hatte.
Dem Einwurfe, warum nicht immer die Lähmung der respira-torischen Nerveneentra eintrete, glaube ich durch Nachstehendesentgegnen zu können. Es ist bekannt, dass die Empfänglichkeilder Individualitäten resp. des Nervensystems für das Chloroformsehr verschieden ist und zwar steht die Empfänglichkeit um einebestimmte Wirkung hervorzubringen in umgekehrtem Verhältnis«zum Quantum des Chloroforms d. h. je grösser die Empfänglichkeit,desto weniger Chloroform bedürfen wir zur Erreichung einer be-stimmten Wirkung. Betrachten wir die Wirkung als das Product