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merkte oben (pag. 26), dass in der Narkose von den Kranken Be-wegungen ausgeführt würden, welche aus einer Alicnation der Seolcn-thätigkeit resultirten und sieh dem jeweiligen Ideengange anpassten.Sowie nun jedes Ereigniss den Ideenkreis beherrschen kann, sokann es auch die Operation, zumal, wenn sich der Kranke vorherviel darum geängstigt hat, mithin werden die Bewegungen nichtdurch die Empfindung, sondern durch die tibereinstimmende Geistes-richtung (-thätigkeit) hervorgerufen. Dass Kranke schreien und nachder Wunde greifen in Momenten, in welchen sie keinen Schmerzempfinden können, spricht dann für einen Zeitunterschied zwischendein Ideengange und der Operation. Man hat versucht den Reflexals Grund dieser Bewegung anzuführen, gegen weiche Behauptungeinmal die Erfahrung, dass alle Rcflextliätigkeit aufgehoben ist,spricht, zweitens auch diese Rcflextliätigkeit jedesmal zum Vorscheinkommen müsste, wenn dieselben Bedingungen vorliegen; was indessennicht geschieht.
Die Erscheinung des Zuckers im Urin richtet sich nach demGrade, in welchem die medulla oblongata afficirt ist. Chloroformirtman Kaninchen bis zur vollständigen Narkose und setzt dann dieInhalationen aus, so findet sich fast nie Zucker im Urin. Lässtman dagegen in Zwischenräumen bei bereits eingetretener Narkoseinhaliren und zieht so die Betäubung in die Länge, so findet sichselten Zucker im Harn. Chloroformirt man Kaninchen durch un-unterbrochene Inhalationen bis zum Tode, so findet sich ebenfall«selten Zucker im Urin. Tödtet man dagegen die Thiere durchChloroforminjcctioncn, so findet sich der Zucker fast constant imHarne. Nach den Versuchen Cl. Bernard's verhindert eine gewisseStelle im vierten Ventrikel das Erscheinen des Zuckers im Urin;Reizung derselben bewirkt Meliturie, doch scheint diese Reizimgeinen gewissen Grad von Intensität zu beanspruchen. In der vor-übergehenden Narkose, in welcher die medulla oblongata wenigerafficirt ist, ist auch die Reizung dieses Punktes zu gering, um eineAufhebung der Function zu bewirken. Da das Erscheinen des Zuckersim Harn auch eine gewisse Zeit erfordert, so ist wiederum die Dauerder Lebensthätigkcit in dem »schnell herbeigeführten Chloroformtodezu kurz, um'den Urin zuckerhaltig zu machen, wenn auch der Reizf\c\- betreffenden Stelle die erforderliche Stärke gehabt hat. Man hatdie Erscheinung des Zuckers im Urin auf eine Reizung der Bronchienzurückführen wollen; wäre dieses der Fall, dann müsste der l'riitöfters zuckerhaltig sein, als er es in der That ist.
Nach Bernards Untersuchungen befindet sich in der medulla ob-longata ebenfalls die Stelle, welche der Urmseeretlon vorsteht. Bei