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Beitrag zur Litteratur über die Wirkung des Chloroforms
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Nach diesen Untersuchungen komme ich zu dem Schiusa,

1) dass es ein Stadium der Chloroformnarkose gibt, in welchemalle Empfindung und alle Reflexthätigkeit vollständig aufge-hoben sind und nur die Electricität noch Reaction hervorrufenkann;

2) Dass in den niederen Graden je nach der Reizempfänglichkeitder pheripherischen Nervenendigungen die Empfindung undReflexthätigkeit aufgehoben sind, d. h. dass diejenigen Nerven-endigungen, welche am meisten zu Reflexerscheinungen dis-ponirt sind, am längsten diese Fähigkeit behalten, also zuderen Aufhebung ein höherer Grad der Narkose erforderlich ist

2. Reihe.

Eine Anzahl Kanineben wurde liis zur vollständigen Anästhesiechloroformirt, darauf die Trachea geöffnet und eine Canüle eingeführt,was ohne eine reflectorische Erscheinung geschehen konnte.

Man muss hierbei indessen die Vorsicht gebrauchen, dass man die

Thiere. sowie die lneision der Trachea gemacht ist. wieder von

Neuem Chloroform einathmen lässt, weil die Dauer derOperation

zum Thoil eine Erholung des Thieres herbeigeführt hat; ohne

diese Vorsicht erregt die Einführung der Canüle stets Husten.

Die Canüle, bestehend in einem elastischen Catheder, wurde an

das Ohr des Thieres festgebunden und letzteres bis zur vollständigen

Rückkehr aus der Narkose in einen Kasten gesetzt. Der (Jebergang

ans dem höheren Grade der Narkose in den niederen deutete sich

durch die Wiederkehr der Sensibilität derTrachealschleimhautl Husten)

und durch die Bescheinigung der Respiration an.

Nach \ erlauf von etwa zwei Stunden wurden die Thiere mit demApparate Nr. II. dergestalt in Verbindung gebracht, dass man dashervorstehende Ende der Canüle in die Oeffhung e des Schlauches d

steckte und dadurch die Thiere zwang, die mit Chloroform gesättigte

Luft einzuathmen. Jeder Aihemzug brachte bedeutenden Hustenhervor, so dass nur in Absätzen das Chloroform eingeathmef werdenkonnte. Nachdem ungefähr eine halbe Stunde lang auf diese Art

die Inhalationen forlgesetzt worden waren, wurden die Thiere ruhig

und athmeten nun auf vier Füssen sitzend das Chloroform ohne irgendwelche Beschwerden ein. Nach weiteren 6- 10 Minuten lang fortge-setzten Inhalationen wurde die Respiration seltener und sank his aufetwa 50 Athemzüge in der Minute.

Es konnten die Athemzüge sehr leicht an dem im Glase he-findlichen Chloroform abgezählt werden, da dieses hei jederIn- und Exspiration .sieh bewegte. Das Chloroform hatte sich