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haupt auf Sehleistung der Vorgestellten kurze Verfahrenangegeben, die auch von Nicht-Augenärzten geübt, ver-lässliche Ergebnisse liefern. So hat vor einigen JahrenL. Wolffberg vorgeschlagen, die quantitative Farben-prüfung zu verwenden, insofern der zu Untersuchendenach rothen, blauen etc. Scheiben zu sehen hat. Wenner eine rothe Scheibe von 2 mm Durchmesser und einemit Marx'schem Blau gefärbte Scheibe von 7 mm Durch-messer in 5Y 2 bis 6 m Entfernung erkennt, so ist dieSehschärfe als regelrecht zu betrachten.
Am beliebtesten ist die Prüfung auf Sehschärfe mittelstSchriftproben geblieben, obschon sie mit einigen Fehler-quellen verbunden ist. Gewöhnlich und zwar im Mili-tär regelmässig bedient man sich in Deutschland derSn eilen'sehen Schriftproben, die aus Buchstaben, Ziffernund Figuren bestehen, deren einzelne Linien eine Dickevon Ys ihrer Höhe haben.
Da der Prüfling die Zeichen, wenn sie auf einer ein-zigen Tafel aufgetragen sind, zu leicht von einanderunterscheiden kann und so das was er sehen will, vondem was er nicht sehen will, mit Erfolg auseinanderhalten kann, so ist es cmpfehlenswerth, wenigstens fürZweifelfälle, die einzelnen Zeichen auf getrennten Tafelnvorzuführen.
Die Prüfung selbst wird man, wo angängig, lieber imFreien, als in einem geschlossenen Räume mit seinenumfänglicher wandelbaren Lichtstärken vornehmen. Dabeiwechselt man die Entfernungen und Sehproben, auch diezur Anwendung kommenden Gläser (Concav- und Convex-gläser) mit Plangläsern, so dass es einem Spiegelfechterschwer fällt, den zuerst angegebenen Bruchtheil seinerSehschärfe in seinen Behauptungen festzuhalten. Jeden-falls muss jedes Auge einzeln geprüft werden.
Wird im geschlossenen Räume untersucht, so hältman oder hängt die Schriftproben so auf, dass das Lichtvom Rücken des Prüflings auf die Proben fällt.