In den letzten Jahrzehnten ist der Verbrauch vonpharmazeutischen Spezialitäten dos feind-lichen Auslandes dank einer nicht ungeschicktdurchgeführten Reklame sowohl bei den deutschenÄ r z t e ii als auch bei Laie n außerordentlichgestiegen, obwohl unsere Industrie es an gutenErsatzpräparaten nicht fehlen ließ. Bei der Vor-liebe für alles Ausländische wurden sogar, be-sonders von Laien, die Erzeugnisse dos eigenenLandes für minderwertig angesehen und solchedos feindlichen Auslandes, in erster Linie Frank-reichs und Englands, konnten sich alljährlicheines nach Millionen zählenden Umsatzesrühmen. Hierzu trug nicht wenig die äußere ele-gante Aufmachung der meisten Präparate bei.Es sei jedoch bereits hier betont, daß sich unterden Spezialitäten und sogenannten Geheimmittelndes feindlichen Auslandes manches findet, dessentherapeutischer Wort bei einer objektiven Be-urteilung anerkannt worden muß. Auch mögenicht, unerwähnt bleiben, daß trotz der Herkunftder in Frage stehenden Mittel aus dem Ausländedie deutsche ehemische Industrie dara 11sNutzen ziehen kann, da zahlreiche Präparate im.feindlichen Auslande aus Rohprodukten deut-schen Ursprungs hergestellt wurden.
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Deutsche Ersatzpräparate für pharmazeutische Spezialitäten des feindlichen Auslandes
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