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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Härtegrad entspricht 1 T. Calciumoxyd (oder einer Gewichtsmenge Magnesiurn-oxyd, die 1 T. Calciumoxyd äquivalent ist) in 100000 T. Wasser.

Die annähernde Bestimmung der Härte geschieht mit einer Kaliseifenlös.von bestimmtem Gehalte, welche aus einer Bürette (S. 27) so lange zu einerabgemessenen Wassermenge gesetzt wird, bis der beim Schütteln entstehende»Schaum mindestens 5 Min. bestehen bleibt. Die Calcium- und Magnesiumsalzesetzen sich mit Seife zu unlöslichen Calcium- und Magnesiumseifen um, welchenicht schäumen, weshalb erst dann bleibender Schaum entsteht, wenn alle Cal-cium- und Magnesiumsalze ausgefällt sind; je größer der Verbrauch an Seifen-lösung ist, desto härter ist demnach das Wasser.

14. Eisenverbindungen. 500 cem Wasser werden auf 50 cem ab-gedampft, hierauf tropfenweise mit Salzsäure bis zur Lösung des ent-standenen Niederschlages versetzt und die Lösung dann in zwei Teilegeteilt, von denen der eine auf Ferrosalze nach S. 62, der andereauf Ferrisalze nach S. 63 geprüft wird.

15. Bleiverbindungen. 300 cem Wasser werden in einem hohen,auf weißer Unterlage stehenden Glaszylinder mit Salzsäure angesäuertund hierauf wird Schwefelwasserstoffgas eingeleitet. EntstehendeBräunung der Flüssigkeit, event. entstehender braunschwarzer Nieder-schlag deuten auf Blei. Der auf einem Filter gesammelte und inheißer Salpetersäure gelöste Niederschlag gibt nach dem Verdünnenmit Wasser mit Schwefelsäure einen weißen Niederschlag von Blei-sulfat (S. 69).

16. Organische Substanzen. 150 cem Wasser werden mit 10 cemverd. Schwefelsäure und so viel Tropfen einer sehr verd. Kalium-permanganatlös. versetzt, daß das Wasser eben eine rötliche Farbeauf weißer Unterlage erkennen läßt. Verschwindet diese rote Farbebeim Kochen, so sind organ. Substanzen zugegen, und zwar ist derenMenge um so größer, je mehr von der Kaliumpermanganates, bis zur,nach dem Kochen bleibenden Rotfärbung zugesetzt werden muß.

Verwendet man zur Oxydation der organ. Substanzen eine 1 / 100 Nornial-permanganatlös., so kann man aus der bei verschiedenen Wässern verbrauchtenAnzahl cem der Lös. eine veigleichende quant. Bestimmung dieser Wässer anorgan. Substanzen ausführen (s unten).

Fäkalienhaltiges Wasser gibt mit Grießschem Beagenz (einer mitAlkalilauge versetzten spez. wässerigen Lös. von Diazosullanilsäure) innerhalb5 Minuten Gelbfärbung.

Leuchtgas. Man vermischt 300500 cem Wasser in einem Kolben mitChlorwasser, stellt die Mischung 30 Min. ins Sonnenlicht und entfernt hieraufdas überschüssige Chlor durch Schütteln mit Merkurioxyd. Läßt sich nun einGeruch nach gechlorten Kohlenwasserstoffen wahrnehmen, so liegt Verunreini-gung mit Leuchtgas vor.

17. Quantitative Bestimmung der organ. und anorg. Substanzen. 300 cem Wasserwerden in einer etwa 50 cem fassenden Platinschale auf dem Wasserbade zurTrockne verdampft, indem man die Schale entsprechend dem verdunstendenWasser immer wieder nachfüllt; hierauf wird die Schale im Trockenschranke