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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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b. In einem weißen Porzellanschälchen setzt man zu etwa 15 Tropfeneiner Lös. von Diphenylamin in konz. Schwefelsäure tropfenweise daszu prüfende Wasser; je größer dessen Gehalt an Salpetersäure odersalpetriger Säure ist, desto rascher und intensiver tritt eine schöneBlaufärbung der Mischung auf (8. 104,5).

8. Salpetrige Säure. Man versetzt 50 ccm Wasser mit einigenTropfen reiner konz. Schwefelsäure und fügt etwas Jodkaliumstärkelöshinzu; die geringste Spur von salpetriger Säure wird durch sofortoder bald auftretende Blaufärbung angezeigt (S. 105,4).

9. Ammoniak. Ein Reagierzylinder wird zur Hälfte mit dem Wassergefüllt und hierauf 1015 Tropfen Keßlers Reagenz hinzugefügt.Je nachdem eine gelbe oder ziegelrote Färbung auftritt, ist mehr oderweniger Ammoniak vorhanden (S. 56,2).

Beim Nachweise von Ammoniakspuren sind die Kalksalze aus dem Wasserzu entfernen, indem man 100 ccm desselben mit je IG 20 Tropfen Soda- undAtzalkalilös. versetzt, bis zum Absetzen der Kalksalze stehen läßt und die vor-sichtig abgegossene, klare Flüssigkeit zur Prüfung verwendet.

10. Schwefelwasserstoff. Ist meist schon erkennbar an seinemGeruch, welcher nach Zusatz von Kuprisulfat verschwindet.

a. Man befestigt über der Oberfläche des in einem Kolben kochen-den Wassers einen mit Bleiacetat- und Ammoniumkarbonatlös. be-feuchteten Streifen Filtrierpapier, welcher sich bei Anwesenheit vonII..S durch Bildung von Bleisulfid schwärzen oder bräunen würde.

b. Man versetzt 100 ccm des Wassers mit 1015 Tropfen Alkali-lauge und mehreren Tropfen einer frisch bereiteten, schwach gefärbtenLös. von Xitroprussidnatrium, worauf nach der Menge des vorhan-denen H Q S mehr, oder minder starke rotviolette Färbung auftritt.

11. Sulfide (gebundener Schwefelwasserstoff). Nitroprussid-natriumlös. gibt schön ohne Zusatz von Alkalilauge rotviolette Färbung.

Versetzt man etwa 250 ccm des Wassers mit je 1520 Tropfen Soda-und Atzalkalilös., gießt die klare Flüssigkeit nach dem Absetzen des Nieder-schlages ab und fügt einige ccm alkalischer Bleilös. hinzu, so entsteht bräun-liche Trübung oder schwarze Fällung von Bleisulfid. (Alkalische Bleilös. wirddurch Versetzen von Bleiacetatlös. mit so viel Alkalilauge erhalten, bis sich derentstandene Niederschlag wieder auflöst.)

12. Kalksalze. 50 ccm Wasser mit NU., tibersättigt und dannmit Ammoniumoxalatlös. versetzt, geben einen weißen Niederschlagvon Calciumoxalat (S. 58,2).

13. Magnesiumsalze. Das Filtrat von 12, aus welchem durchAmmoniumoxalat nichts mehr gefällt wird, gibt mit Natriumphosphatversetzt weiße Fällung von Ammoniummagnesiumpbosphat (S. 90,2).

Wasser, welches viel Calcium- und Magnesiumsalze enthält, heißt hart.Die Härte eines Wassers wird in sogen. Härtegraden angegeben; ein deutscher