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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Oganische Stoffe dürfen nur in Spuren vorhanden sein (8. 268).

Zink-, Blei-, Kupfer- und Arsen Verbindungen dürfen nicht vorhanden sein;man verdampft auf ' 10 des Volumens und prüft nach Schema 5.

Hat die qualitative Analyse die Abwesenheit der vorerwähnten Substanzenergeben, beträgt außerdem die Härte desselben nicht mehr wie 20 deutsche Grade(S. 267,13), so ist das Wasser ohne weiteres zum Genüsse brauchbar.

Im anderen Falle kann über die Brauchbarkeit des Wassers nur die quant.Bestimmung, unter Berücksichtigung der geologischen Verhältnisse und derhydrographischen Beschaffenheit des Ortes, von dem das Wasser stammt, Auf-schluß geben, auch ist dann häufig eine mikroskopische, namentlich bakterio-logische Untersuchung des Wassers notwendig.

1. Klarheit und Farbe. Das Wasser wird in einem etwa 60 cmhohen farblosen Glaszylinder mit einer gleich hohen Schicht dest.Wassers verglichen, indem man durch beide Zylinder von oben hin-durch auf eine weiße Unterlage sieht. Färbung deutet meist aufVerunreinigung durch organische Substanzen.

2. Geruch und Geschmack. Ein Geruch des Wassers nach Ver-unreinigungen, namentlich nach Ammoniak, Leuchtgas, Schwefel-wasserstoff usw., tritt am deutlichsten beim Erwärmen von etwa200 cem in einer weithalsigen Flasche auf etwa 40° hervor.

3. Kohlensäure und saure kohlensaure Salze werden erkannt,wenn man das frisch geschöpfte Wasser in einem verschließbarenZylinder mit so viel ganz klarem Kalkwasser vermischt, daß das Gefäßvollständig gefüllt ist. Es entsteht sogleich oder nach einiger Zeit einweißer Niederschlag von Calciumkarbonat, in Säuren unter Aufbrausenlöslich. Entsteht beim Versetzen von viel Wasser mit nur wenigKalkwasser keine Fällung, so ist nur freie Kohlensäure vorhanden.

4. Chloride werden durch Silbernitrat (S. 81,i) nachgewiesen.

Die quant. Bestimmung der Chloride geschieht in 100150 cem Wasserdurch Titrieren mit 1 / 10 Normalsilberlös, nach S. 164.

5. Sulfate werden durch Baryumchlorid (S. 101,2) nachgewiesen.Die quant. Bestimmung der Sulfate geschieht in 300500 cem Wasser

durch Fällen mit Baryumchloridlös. nach S. 150c.

6. Phosphate. Man kocht 400 cem Wasser auf die Hälfte ein(wobei die durch freie Kohlensäure gelösten Bestandteile wie Magnesium-oder Calcium- oder Ferrokarbonat, ferner Phosphate, Silikate usw.herausfallen), sammelt den Niederschlag auf einem Filter und löst inSalzsäure. Die salzsaure Lös. wird zur Abscheidung der Kieselsäure(S. 94) zur Trockne verdampft, dann in verd. HN0 3 gelöst und dieLös. mit Ammoniummolybdat nach S. 90,3 geprüft.

7. Salpetersäure und Nitrate, a. Man versetzt 20 cem des Wassers

mit 40 cem reiner, konz. Schwefelsäure und fügt sofort zwei Tropfeneiner sehr verdünnten Indigolös. hinzu; bei Gegenwart von Salpeter-säure verschwindet die blaue Farbe (S. 104,e).