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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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a. Der entstandene Niederschlagwird auf einem Filter gesammelt, ein-mal mit Alkohol und 68 mal mitheißem Äther ausgewaschen.

Die gemischten alkohol.u. ätherischen Auszügezur Trockne verdampft,hinterlassen das Butter-fett, mit dem die Reak-tionen nach S. 209, IVgemacht werden.

Der Rück-stand bestehtaus Kasein,

welches

leichtinverd.

Sodalösung

löslich ist.

b. Das Filtrat wird in 3 Teile geteilt:

In einem

Der zweite

Der dritte Teil

Teile wird

Teil wird

dient zum

derMilch-

verdampft

Nachweise des

zuckcr

und nach

Serum-

nach den

S. 166

alhumins

Methoden

auf anorg.

nach S. 245,2.

S. 196

Bestand-

Erhitzt man

nach-

teile unter-

zum Kochen,

gewiesen.

sucht.

so wird dasAlbumin ab-geschieden.

4. Nachweis der Peptone. 20 ccm Milch werden mit 80 comgesättigter Magnesiumsulfatlösung versetzt, sodann mit gepulvertemMagnesiumsulfat gesättigt und unter öfterem Umrühren einige Stundenbeiseite gestellt. Dann filtriert man von dem herausgefällten Kaseinund Fett ab, macht mit Essigsäure ganz sehwach sauer, läßt einigeMin. sieden, filtriert von dem nun herausgefällten Serumalbumin abund prüft das Filtrat auf Alblimosen und Peptone nach S. 230c.

5. Nachweis von Konservierungsmitteln, a. Salicylsäurc. Dasnach S. 3 erhaltene Filtrat b wird wiederholt mit Äther ausgeschüttelt,der Äther verdunstet, der Rückstand nach S. 206,<> geprüft.

b. Alkalikarbonate. 10 ccm der zu prüfenden Milch werdenmit 10 ccm Weingeist und einigen Tropfen Eosolsäurelös. gemischt;reine Milch (mit der eine Yergleiehsprobe zu machen ist) wird bräunlich-gelb, alkalikarbonathaltige wird rosarot gefärbt.

c. Borsäure wird in der Asche (oben 3b) nach S. 93 erkannt.- d. Mehl. Man setzt tropfenweise Jodtinktur oder Jodjodkalium-

lös. zur Milch, bis dieselbe deutlich braun, bezw. bei Anwesenheit vonMehl (durch dessen Stärkegehalt) blau gefärbt ist.

Milch hat die Eigenschaft, eine gewisse Menge Jod zu binden und zuentfärben, weshalb dasselbe im Überschusse vorhanden sein muß.

6. Nachweis von Giften siehe 8. 232.

7. Bestimmung der Trockensubstanz und des Fettes. Etwa 10 g genau ge-wogene Milch (S. 145) werden mit etwa 15 g genau gewogenem ausgeglühtenSand gemischt und dann nach S. 264,8 u. o verfahren-

H. Analyse des Trinkwasser.

Gutes Trinkwasser darf kein Ammoniak, keine salpetrige Säure, keinenSchwefelwasserstoff und keine Schwefelalkalien, keine Phosphorsäure und nurSpuren von Salpetersäure enthalten, da diese Verbindungen als Zersetzungs-produkte organ. Substanzen auf zu beanstandende Verunreinigungen hinweisen;ebenso deutet das Vorkommen von mehr als Spuren von Chloriden auf Verun-reinigung des Wassers durch Harn oder Spülwasser (Chlornatrium), vorausgesetzt,daß sich kein Salzlager im Erdboden vorfindet (Nachw. dieser Stoffe nachstehend).