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tion zu (wobei Salzsäure gebunden bleibt), und setzt so viel Kochsalzzu, daß davon etwas ungelöst ist; nun schüttelt man mehrmals mitje 1 / a Vol. Äther aus, trennt denselben, läßt ihn verdunsten, löst denRückstand in wenig Wasser und prüft folgendermaßen: 1 TropfenFerrichloridlös, 6 Tropfen flüssige Karbolsäure und 30g Wasser werdengemischt und von der violettblau gefärbten Mischung (UffelmannsReagenz) etwa 1 cem mit dem gleichen Volum der nach oben erhal-tenen wässerigen Lös. versetzt; bei Anwesenheit von Milchsäurewird die violettrote Farbe der Mischung kanariengelb (Ferrilaktat).
6. Galienfarbstoffe. Bei alkalischer Reaktion des Mageninhalteskönnen dieselben direkt im filtrierten Magensafte nach 247,9, nach-gewiesen werden; reagiert der Mageninhalt sauer, so wird mit Alkali-lauge schwach alkalisch gemacht und das Filtrat geprüft.
7. Gallensäuren werden nach S. 259 nachgewiesen.
8. Blut- resp. Blutfarbstoffe, a. Mageninhalt wird mit demgleichen Volum 2proz. Alkalilauge gemengt, filtriert, das Mitratmit dem gleichen Volum normalen Menschenharns versetzt und nachS. 246,7,c verfahren.
b. Man mischt den filtrierten Magensaft mit dem gleichen Vol.alkal. Hydrazinlös. und verfährt nach S. 256,l0,c.
9. Pepsin. In 10—15 cem des filtrierten Magensaftes bringt maneine (am besten mit einem Korkbohrer hergestellte) Scheibe von hart-gesottenem Hühnereiweiß, von 10 mm Durchmesser und 1,5 mm Dickeund läßt bei 35—40 0 "stehen. Falls der Magensaft Pepsin enthält,löst sich die Scheibe in etwa einer Stunde, abnorm große Pepsin-mengen lösen schon in 15—20 Minuten, bei Pepsiiimangel ist nach10—12 Stunden noch keine Lös. Avahi'zunehmen.
War der Magensaft schwach sauer oder alkalisch, so muß derselbe mit>o viel Salzsäure versetzt werden, daß er deutlich sauer reagiert.
10. Labferment. 5—10 cem neutral oder amphoter reagierende,kalte, gekochte Milch läßt man mit gleichviel genau neutralisiertemund filtriertem Magensaft bei 35—40° stehen; bei Anwesenheit vonLabferment setzt sich das Kasein der Milch nach 10—30 Minutenflockig ab.
Die Reaktion muß auch nach der Gerinnung neutral sein, da letztere auchdurch entstandene Säuren erfolgt sein könnte.
11. Eiweifsstoffe, Albumosen, Peptone, Mucine. Man prüft wie
bei Harn nach S. 245 und 246.
• 12. Ammoniumverbindungen s. S. 56,7.
13. Anorganische Stoffe s. S. I66,i. Schwefelwasserstoff erkennt
man am Geruch und nach S. 250,19.
14. Giftige Verbindungen s. S. 232.